Medieninformation vom 13. Mai 2026
Länderwoche der IHK: Zentralasiatische Staaten eröffnen Möglichkeiten zur Diversifizierung von Lieferketten und Erschließung neuer Märkte
Die Zentralasiatischen Staaten sind attraktive Märkte mit starken Wachstumspotenzialen und vielen innovativen Nischenmärkten wie beispielsweise Energie, Infrastruktur, Technologie und Nachhaltigkeit. In der aktuell von Unsicherheit geprägten Lage der Weltwirtschaft könnte sich die Region als verlässliche Alternative erweisen, so das Fazit der IHK zu ihrer siebten Länderwoche.
IHK-Vizepräsident Dr. Steffen P. Würth erläuterte in seiner Eröffnungsrede die Hintergründe: „Im geopolitischen und wirtschaftlichen Spannungsfeld zwischen Europa und Asien formiert sich in Zentralasien eine neue Drehscheibe für den interkontinentalen Warenhandel. Die Länder Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Kirgisien entwickeln sich zunehmend von ehemals abgeschotteten Binnenländern zu einem strategischen Knotenpunkt für den Warenaustausch zwischen West und Ost, Nord und Süd.“
Ziel der IHK-Länderwochen sei es, zu ausgewählten Ländern oder einer Länderregi
on ein kompaktes Informationsangebot und eine Netzwerkplattform für Unternehmen zu schaffen. „Unternehmen können neue Kontakte knüpfen oder bestehende Partnerschaften ausbauen, ihre Exportgeschäfte absichern und neue Märkte erschließen“, so Dr. Würth.
Bei der virtuellen Länderwoche gab es an fünf Tagen ein Online-Programm mit zehn Einzelveranstaltungen. Die zentralasiatischen Staaten böten besonders im Bergbau und bei der Weiterverarbeitung von Seltenen Erden, in der Landwirtschaft und im Wassermanagement, in der Textilproduktion und Medizintechnik, bei Infrastrukturprojekten und in der Bauindustrie, in der Digitalisierung, Maschinenbau-, Automatisierungs-, Verpackungs- und Lebensmittelindustrie sehr gute Marktchancen auch für regionale Unternehmen.
Zwei regionale Unternehmenspraxisberichte der Hansgrohe SE und der Zeiser GmbH rundeten die Fachvorträge der Auslandshandelskammer Zentralasien, Germany Trade & Invest (GTAI) sowie wie des TÜV Süd ab und gaben wertvolle Tipps bei der Markterschließung, Geschäftskultur und Verhandlungspraxis im zentralasiatischen Wirtschaftsraum. Die nächste Länderwoche ist laut IHK für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant.
Neben regelmäßigen Formaten zur Erkundung neuer ausländischer Märkte richtet die IHK am 23. Juni im Haus der Wirtschaft ihr inzwischen 10. Außenwirtschaftsforum im Haus der Wirtschaft in Villingen-Schwenningen aus. Auf der Agenda stehen aktuelle Entwicklungen im internationalen Handel genauso wie beispielsweise künftige Einsatzmöglichkeiten von KI bei der Exportabwicklung und Neuerungen im Außenwirtschaftsrecht. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung sind online unter www.ihk.mom/sbh/veranstaltungen abrufbar.
