Um einen Mehrwert für kleine Orte zu schaffen, haben Fin Niklas Schmidt und Tim Andersen ein neues Konzept für die Nahversorgung entwickelt. In ihren hurtig Märkten können Kunden 24 Stunden, sieben Tage die Woche einkaufen – ganz ohne Mitarbeitende.
Das erste Geschäft haben er und Co-Gründer Tim Andersen im Sommer2023 in Sauensiek in Niedersachsen eröffnet. Bald folgten Läden in Heidgraben, Oldenswort, Blowatz, Maasholm und Jagel. „Wir haben bei unseren eigenen Großeltern, die auf dem Land wohnen, gesehen, wie schwierig sich ihre Einkaufssituation gestaltet. Lange Anfahrten, kurze Öffnungszeiten – das ist schwierig, wenn man nicht mehr mobil ist“, so der ausgebildete Kaufmann. Über 3.000 Artikel befinden sich im Sortiment, bei dem die Geschäftsführer neben Grundprodukten und Kundenwünschen besonders auf regionale Erzeuger setzen. „Wir möchten die ländlichen Orte nicht nur mit einem Laden unterstützen. Es soll ganzheitlich ein Mehrwert für die Regionen entstehen, so auch für die dort ansässigen Produzenten“, erklärt Fin Niklas Schmidt. Wichtig für sie sei aber auch, dass sich ein Geschäft wirtschaftlich lohnt. „Wir ermitteln die wahrscheinliche Kaufkraft, indem wir uns die gesamte Umgebung anschauen. Schließlich sollen sich die Geschäfte selbst tragen. Nur so können wir sie langfristig betreiben“, sagt der 25-Jährige.
Tim Andersen erklärt einer Kundin das Bezahlterminal.
Trotz der detaillierten Überwachung sei auch für sie Diebstahl ein Problem. „Das ist im Einzelhandel leider gängig. Mithilfe einer KI, die uns auf auffällige Situation aufmerksam macht, wollen wir aktiv dagegensteuern“, erklärt Schmidt. Die Umsetzung findet betriebsintern statt. Tim Andersen bringt als gelernter IT-Fachmann das notwendige Wissen mit, wenn es um App-Entwicklung, Webseite oder Überwachungstechnik geht.
Es soll ganzheitlich ein Mehrwert für die Regionen entstehen, so auch für die dort ansässigen Produzenten.
Fin Niklas Schmidt
Ihr Ziel für dieses Jahr sind zehn Standorte, verteilt in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Fin NiklasSchmidt sagt: „Langfristig möchten wir das Konzept auch als Franchise-Prinzip für andere bereitstellen, um weiter wachsen zu könnenund anderen kleinen Gemeinden eine Chance zu bieten.“
Offene Kommunikation, Transparenz und ein kontinuierlicher Austausch – diese Faktoren machen den Unterschied. Drei Projekte zeigen, wie eng abgestimmte Zusammenarbeit Planungen beschleunigt, Lösungen verbessert und Chancen für die Region schafft.
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