Abwehrstrategien

Schutzgelderpressung - Sie können etwas dagegen tun!

Schutzgelderpressung: Nicht zahlen, Hilfe suchen

Schutzgelderpressung lebt von Angst und Schweigen. Wer frühzeitig Unterstützung sucht, gewinnt Handlungsspielräume und vermeidet oft eine langfristige Abhängigkeit.
Viele Unternehmen befürchten, durch eine Meldung die Kontrolle über das weitere Vorgehen zu verlieren. Diese Sorge ist oft unbegründet. Die IHK behandelt Hinweise vertraulich und stimmt das weitere Vorgehen mit den Betroffenen ab. Nicht jede eingebundene Behörde ist unmittelbar für die Strafverfolgung zuständig.

Die IHK als vertraulicher Ansprechpartner

Die IHK unterstützt Unternehmen bei der Einschätzung ihrer Situation und vermittelt bei Bedarf vertrauliche Gespräche mit erfahrenen Ansprechpartnern.

Warum Sie kein Schutzgeld zahlen sollten

Wer einmal zahlt, gerät häufig unter weiteren Druck. Die Forderungen steigen oft mit der Zeit und die Abhängigkeit nimmt zu. Deshalb gilt: Je früher Sie reagieren, desto größer sind die Handlungsmöglichkeiten.

Repressalien sind seltener als viele befürchten

Viele Täter setzen vor allem auf Einschüchterung. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden bleiben die angedrohten Konsequenzen häufig aus, wenn Betroffene konsequent nicht auf Forderungen eingehen. Dennoch sollte jede Drohung ernst genommen und fachlich bewertet werden.

Schutzgelderpressung hat viele Gesichter

Es geht nicht immer um direkte Geldzahlungen. Anzeichen können sein:
  • Druck, bestimmte Waren oder Dienstleistungen zu überhöhten Preisen zu beziehen
  • wirtschaftliche oder persönliche Drohungen
  • Forderungen nach Geschäftsanteilen oder Einfluss auf Unternehmensentscheidungen
  • Druck zur Einschränkung, Verlagerung oder Aufgabe von Geschäftstätigkeiten

Schweigen hilft nur den Tätern

Sprechen Sie frühzeitig mit Vertrauenspersonen, der IHK oder den zuständigen Sicherheitsbehörden. Sie müssen mit einer solchen Situation nicht allein umgehen. Vertrauliche Beratung hilft, Risiken richtig einzuschätzen und geeignete Schritte einzuleiten.
Kurz gesagt: Nicht zahlen. Nicht schweigen. Sich frühzeitig Unterstützung holen.