Impulspapier
Innenstadtbelebung Neumünster
Kurzfassung
Auf den Punkt
Die Neumünsteraner Innenstadt steht vor erheblichen Herausforderungen. Leerstände, mangelnde Sauberkeit, fehlendes Sicherheitsgefühl und eine geringe Aufenthaltsqualität bremsen die Besucherfrequenz und schwächen Handel und Gastronomie. Dabei verfügt Neumünster über echte Potenziale – eine gute überregionale Erreichbarkeit, naturnahe Grünflächen wie den Rencks Park sowie touristische Anziehungspunkte wie das Designer Outlet Center und die Holstenhallen, deren Besucher bislang kaum in die Innenstadt gelenkt werden.
Aus Sicht des Wirtschaftsbeirats Neumünster ist klar: Es braucht konkrete Maßnahmen, abgestimmtes Handeln und ein zentrales Gremium, das Verwaltung, Politik und Wirtschaft zusammenbringt. Dieses Impulspapier zeigt, welche Projekte notwendig sind, um die Innenstadt als attraktives Zentrum für Familien, Pendler und Touristen nachhaltig zu stärken.
Aus Sicht des Wirtschaftsbeirats Neumünster ist klar: Es braucht konkrete Maßnahmen, abgestimmtes Handeln und ein zentrales Gremium, das Verwaltung, Politik und Wirtschaft zusammenbringt. Dieses Impulspapier zeigt, welche Projekte notwendig sind, um die Innenstadt als attraktives Zentrum für Familien, Pendler und Touristen nachhaltig zu stärken.
1. Ausgangslage
Trotz zahlreicher Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung hat Neumünsters Innenstadt nach wie vor mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Gründe hierfür sind unter anderem fehlende Sauberkeit und ein mangelndes Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher. Diese Faktoren führen in Kombination mit einer geringen Anzahl an attraktiven öffentlichen Aufenthaltsorten und dem Fehlen öffentlicher Sanitäreinrichtungen zu einer im allgemeinen als gering eingeschätzten Aufenthaltsqualität insbesondere im Kernbereich der Innenstadt (Lütjenstraße sowie Groß- und Kleinflecken). Die hierdurch resultierende niedrige Besucherfrequenz führte in der Vergangenheit zu dem Rückzug zahlreicher Einzelhandelsbetriebe, wodurch zum einen die Attraktivität und Vielfalt des Einzelhandelsangebots zurückgegangen ist und zum anderen mehrere langfristige Leerstände entstanden sind. Zusätzlich ist auch die Erreichbarkeit der Innenstadt insbesondere mit dem Öffentlicher Personennahverkehr und dem Fahrrad weiterhin ausbaufähig.
Trotz dieser zahlreichen weiterhin bestehenden Herausforderungen hat Neumünsters Innenstadt jedoch auch einige positive Aspekte, welche, sofern sie besser genutzt bzw. in Szene gesetzt werden, erhebliches Potenzial haben, zur Attraktivitätssteigerung beizutragen. hierzu zählen zum Beispiel die Schwale und der Teich sowie der Rencks Park, als potenzielle Naherholungsziele. Darüber hinaus bietet Neumünster durch seine zentrale Lage in Schleswig-Holstein, die nähe zur Bundesautobahn 7 und den Bahnhof grundsätzlich eine gute Erreichbarkeit für regionale und überregionale (Tages-) Gäste. auch die zahlreichen Events mit überregionaler Bedeutung ziehen regelmäßig Menschen in die Stadt, die hierdurch resultierende gesteigerte Besucherfrequenz ist jedoch nur punktuell und trägt nicht ausreichend zu einer dauerhaften Belebung bei. Insbesondere gelingt es bislang noch nicht in ausreichendem Maß, Gäste, die Institutionen im Außenbereich, wie zum Beispiel das Designer Outlet Center oder die Holstenhallen besuchen, in die Innenstadt zu locken.
2. Leitbild und Entwicklungsrahmen
Um eine klare Richtung für die Weiterentwicklung der Innenstadt zu gewinnen, hat der Wirtschaftsbeirat ein Leitbild erarbeitet, das als Orientierung für die kommenden Jahre dienen soll. Dieses Leitbild bildet den Rahmen, innerhalb dessen konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Es zeigt auf, welche Zielgruppen künftig besonders angesprochen werden sollen und welche grundlegenden Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit die Innenstadt für sie attraktiv wird.
- 2.1 Zielgruppen
Um ein schärferes Bild davon zu erhalten, wie sich die Neumünsteraner Innenstadt mittelfristig entwickeln soll, wurde beschlossen, zuerst einmal die primären Zielgruppen auszuwählen, für die die Innenstadt besonders attraktiv sein soll. Selbstverständlich soll sie weiterhin ein Ort für alle bleiben, jedoch ist es für die Entwicklung konkreter Maßnahmen sinnvoll, sich auf einige wenige (haupt-) Zielgruppen zu fokussieren. Als erste Kernzielgruppe wurden Familien aus Neumünster und dem näheren Umland identifiziert. Sie stellen eine wichtige Käufergruppe für Handel und Gastronomie dar und nutzen darüber hinaus Dienstleistungen und Freizeitangebote. Eine gezielte Ansprache dieser Gruppe stärkt nicht nur die Besucherfrequenz, sondern auch die lokale Wertschöpfung.Eine weitere zentrale Zielgruppe sind (Messe-/Shopping-) Touristen, die unter anderem durch überregional bedeutsame Faktoren nach Neumünster gezogen werden. Hierzu zählen beispielsweise das Designer Outlet Center, welches jedes Jahr mehr als zwei Millionen Kunden aus ganz Norddeutschland und Dänemark anzieht, die Holstenhallen, welche mit Messen und Veranstaltungen eine weitere knappe Million Besucher nach Neumünster locken und das Freesen-Center. Zusätzlich ziehen auch die Neumünsteraner (tagungs-) Hotels jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Von diesen Besucherzahlen profitiert die Innenstadt bisher leider nur in geringem Maße. Vielen Gästen fehlt ein ausreichender Anreiz sie zu besuchen, sodass sie die Stadt nach dem Ende ihres primären Besuchsgrundes wieder verlassen oder Neumünster als Ausgangspunkt nutzen, um Tagesausflüge ins Umland oder an die Küsten durchzuführen.
- 2.2 Zentrale Themen
Im Anschluss wurden die zentralen Themen identifiziert, die die Neumünsteraner Innenstadt verbessern muss, um für die genannten Zielgruppen ein attraktives Ziel zu sein. Diese lassen sich grob in die drei folgenden Kategorien einteilen:
- 2.2.1. Nettoanziehungskraft
Unter Nettoanziehungskraft sind Faktoren zu verstehen, die Menschen in der Innenstadt nutzen können, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen. hierzu zählen insbesondere Faktoren, die die allgemeine Aufenthaltsqualität steigern, wie zum Beispiel Sitzgelegenheiten, Begrünung, Wasserspiele, und so weiter. Darüber hinaus wurden die Bereiche Sport und Spiel mit Vereinspräsenz und Spielmöglichkeiten für Kinder, Kunst und Kultur mit Straßenkünstlern und Open Air Events sowie ein zentrales Aushängeschild für die Innenstadt wie beispielsweise die neue Bibliothek oder einen Multifunktionsraum mit wechselnden Nutzungen herausgearbeitet. Darüber hinaus benötigt die Innenstadt öffentliche Sanitäreinrichtungen mit WCs und Still- beziehungsweise Wickelräumen.
- 2.2.2. Bruttoanziehungskraft
Bruttoanziehungskraft wird von den wirtschaftlichen Akteuren der Innenstadt ausgeübt. Hierzu zählen insbesondere die Gastronomie und der Einzelhandel. Aber auch Dienstleistungen, kulturelle Angebote und die Verfügbarkeit von attraktivem Wohnraum sind von entscheidender Bedeutung. Ein breit gefächertes Angebot in all diesen Bereichen trägt signifikant zur Attraktivitätssteigerung bei. Darüber hinaus ist bezahlbarer und attraktiver Wohnraum ein zentraler Faktor, um die Belebung der Innenstadt zu fördern.Da dieser Bereich nur in begrenztem Maß von der Stadt Neumünster und den Akteuren des Wirtschaftsbeirates beeinflusst werden kann, ist es von besonderer Relevanz, dass die anderen Bereiche vorangetrieben werden, um eine profitable unternehmerische Tätigkeit in der Innenstadt zu ermöglichen.
- 2.2.3. Infrastruktur
Die Neumünsteraner Innenstadt muss für die Nutzer verschiedenster Verkehrsmittel erreichbar sein. Durch die historischen Gegebenheiten ist die Erreichbarkeit mit dem PKW sowie die Verfügbarkeit von Parkplätzen bereits in ausreichendem Maß vorhanden. Dies ist auch insbesondere für Besucher aus dem näheren Umland weiterhin von zentraler Bedeutung, da hier aktuell kein tragfähiges Nahverkehrssystem zur Verfügung steht.Um jedoch den absehbaren Entwicklungen im Rahmen der Verkehrswende Rechnung zu tragen, muss auch die sonstige Infrastruktur ausgebaut werden. Insbesondere im Bereich der Fahrradinfrastruktur hat die Innenstadt aktuell ein erhebliches Defizit in Form von mangelnden sicheren Abstellmöglichkeiten und Lademöglichkeiten für E-Bikes. Dieses wurde auch kürzlich vom ADFC bestätigt, der auch darauf hinwies, dass fünf der sieben für Radfahrer gefährlichsten Orte in der Neumünsteraner Innenstadt liegen. Darüber hinaus muss auch das ÖPNV Angebot ausgeweitet werden, da es grundsätzlich das Potenzial bietet, Besucher aus den oben genannten touristischen Anziehungspunkten in die Innenstadt zu locken. Über diese verkehrlichen Themen hinaus, besteht auch Potenzial in der Schaffung einer zentralen (digitalen) Anlaufstelle, bei der alle relevanten aktuellen Informationen zu Angeboten, Events, und so weiter. übersichtlich zusammengetragen werden.
- 2.2.1. Nettoanziehungskraft
3. Maßnahmen
Auf Grundlage der beschriebenen Zielgruppen und Themen hat der Wirtschaftsbeirat erste Maßnahmen herausgearbeitet, die den Weg zu einer attraktiveren Innenstadt ebnen sollen. Diese Maßnahmen verstehen sich als Impulse und Handlungsvorschläge, die in enger Abstimmung mit Stadtverwaltung, Politik und weiteren Akteuren konkretisiert und umgesetzt werden müssen. Ziel ist es, zügig sichtbare Verbesserungen zu erreichen und gleichzeitig langfristige Strukturen zu schaffen.
- 3.1 Innenstadtbeirat
KURZDARSTELLUNG: Es wird ein zentrales Gremium geschaffen, das sich um die Attraktivitätssteigerung der Neumünsteraner Innenstadt kümmert.Als erste Maßnahme, um die Situation der Innenstadt zu verbessern, schlagen wir die Einberufung eines Innenstadtbeirats vor. Die Organisation und Koordination dieses Beirats übernimmt die IHK zu Kiel als neutrale Institution, um eine Arbeit auf Augenhöhe zu ermöglichen und die Berücksichtigung aller Interessen sicherzustellen. Der Beirat sollte paritätisch besetzt sein und jeweils aus zwei Mitgliedern aus der Politik, der Verwaltung und dem Wirtschaftsbeirat bestehen. Bei Bedarf kann der Beirat anlassbezogen um weitere Akteure erweitert werden. Um die Handlungsfähigkeit und eine effiziente Entscheidungsfindung zu ermöglichen, sollte die personelle Besetzung jedoch überschaubar gehalten werden. Der Innenstadtbeirat fungiert als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Interessengruppen und dient als Impulsgeber für innovative Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt. Durch regelmäßige Sitzungen und einen strukturierten Austausch können aktuelle Herausforderungen zeitnah adressiert und neue Projekte angestoßen werden. Dabei ist es entscheidend, transparente Kommunikationswege zu etablieren und die Ergebnisse der Beratungen sowohl der Öffentlichkeit als auch den relevanten Entscheidungsträgern zugänglich zu machen. So wird gewährleistet, dass die Arbeit des Beirats nicht nur kurzfristige Verbesserungen bewirkt, sondern auch die Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der Innenstadt schafft.AKTEURE: Politik, Verwaltung, Wirtschaft, IHK (Organisator)
- 3.2 Fahrradparken
KURZDARSTELLUNG: Es wird ein Verein gegründet, der umgebaute Container als sichere und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Neumünsteraner Innenstadt aufstellt.
- ZIELGRUPPE: Neumünsteraner Familien, Pendler
- THEMENGEBIET: Infrastruktur
- POTENZIELLER STANDORT: (südlicher) Innenstadtbereich
- BETEILIGTE AKTEURE: Verwaltung, Trägerverein
- FINANZIERUNG: Vereinsbeiträge, Sponsoring
Die Erreichbarkeit der Neumünsteraner Innenstadt mit dem Fahrrad stellt einen zentralen Hebel für eine nachhaltige Belebung dar. Innerhalb der Stadt werden bereits heute nahezu ebenso viele Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt wie zu Fuß. Insbesondere kurze Alltagswege, wie sie für Einkaufs-, arbeits- oder Freizeitfahrten in die Innenstadt typisch sind, eignen sich in besonderem Maße für die Nutzung des Fahrrads. Gleichzeitig stehen Neumünsteraner haushalten der aktuellen Mobilitätsbefragung zufolge durchschnittlich mehr Fahrräder zur Verfügung, als in vergleichbaren Städten. Daher ist davon auszugehen, dass grundsätzlich eine hohe Bereitschaft besteht, das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel zu nutzen.
Dieser vergleichsweise hohe (potenzielle) Radverkehrsanteil steht jedoch in einem Missverhältnis zu den aktuell verfügbaren Abstellmöglichkeiten in der Innenstadt. Gegenwärtig existieren lediglich am Hauptbahnhof sowie an der Stadthalle größere witterungsgeschützte und gesicherte Fahrradabstellanlagen. Die Bike-&-Ride-Anlage am Bahnhof ist mit ihren rund 170 Stellplätzen nahezu dauerhaft vollständig ausgelastet, während die Abstellmöglichkeiten an der Stadthalle primär auf den Bedarf von Tagesgästen ausgerichtet sind. Insbesondere für Pendler sowie Familien fehlt es damit an einer verlässlichen, sicheren und innenstadtnahen Abstellinfrastruktur.Der Mangel an geeigneten Abstellmöglichkeiten führt nicht nur zu einer eingeschränkten Nutzbarkeit des Fahrrads als Verkehrsmittel für den Innenstadtbesuch, sondern begünstigt auch ungeordnete Abstellvorgänge im öffentlichen Raum.Dies geht mit Nutzungskonflikten, einem erhöhten Risiko von Diebstahl und Beschädigungen sowie einer zusätzlichen Belastung von Gehwegen und Aufenthaltsflächen einher. Sichere, witterungsgeschützte und zentral gelegene Abstellmöglichkeiten sind daher ein entscheidender Faktor, um das Fahrradfahren in die Innenstadt attraktiver zu machen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu verbessern.Aufgrund der besseren Realisierbarkeit, hat sich aus dem Wirtschaftsbeirat heraus die Initiative entwickelt, mithilfe eines gemeinnützigen Trägervereins ein dezentrales netz an gesicherten Fahrradabstellmöglichkeiten bereitzustellen. Der Verein könnte standardisierte Fahrradboxen an ausgewählten Standorten betreiben und damit eine flexible, skalierbare Ergänzung zur bestehenden Abstellinfrastruktur schaffen.Das Grundprinzip dieses Modells besteht in der Nutzung modularer, containerbasierter Einheiten, die als sichere und witterungsgeschützte Fahrradboxen ausgebaut werden. Durch die standardisierte Bauweise können diese anlagen vergleichsweise kurzfristig errichtet, bei Bedarf verlagert und schrittweise erweitert werden. Ein dezentrales System ermöglicht es, insbesondere Alltagsnutzer mit regelmäßigem abstellbedarf gezielt anzusprechen und das Angebot räumlich nah an wichtigen Wegebeziehungen, arbeitsorten oder innerstädtischen Zielpunkten zu platzieren.Der Betrieb der Fahrradboxen kann über ein nutzerfinanziertes Mitgliedschaftsmodell erfolgen. Nutzer werden Mitglied des Trägervereins und erhalten gegen einen monatlichen Beitrag Zugang zu den gesicherten Abstellmöglichkeiten. Dieses Modell erlaubt eine langfristig tragfähige Finanzierung der Infrastruktur und reduziert zugleich den laufenden Zuschussbedarf aus öffentlichen haushalten. Ergänzend kann perspektivisch die Einbindung weiterer Leistungen, etwa einer Fahrradversicherung oder digitaler Zugangs- und Buchungssysteme, zur Attraktivitätssteigerung des Angebots beitragen.Die Umsetzung eines solchen Projektes setzt eine enge Kooperation zwischen dem trägerverein, der Stadtverwaltung und weiteren lokalen Akteuren voraus. Insbesondere bei der Standortwahl und den erforderlichen Genehmigungen ist eine frühzeitige Abstimmung erforderlich, um eine gute Anbindung an das bestehende Radverkehrsnetz sicherzustellen und Nutzungskonflikte zu vermeiden. Gleichzeitig eröffnet das Modell Möglichkeiten zur Beteiligung regionaler Unternehmen, etwa durch Sponsoring oder als unterstützende Partner.Ein dezentrales Fahrradparksystem stellt somit eine sinnvolle Ergänzung zu zentralen Fahrradabstellanlagen dar. Es trägt dazu bei, die Nutzung des Fahrrads als alltägliches Verkehrsmittel weiter zu fördern, Diebstahl- und Vandalismusrisiken zu reduzieren und die Erreichbarkeit der Innenstadt insgesamt zu verbessern. Durch den modularen Aufbau kann das Angebot bedarfsgerecht wachsen und flexibel an die zukünftige Entwicklung der Innenstadt angepasst werden. Lademöglichkeiten für E-Bikes können dabei perspektivisch ergänzt werden, sobald hierfür tragfähige technische und organisatorische Lösungen vorliegen.
KONTAKT WIRTSCHAFTSBEIRAT: Markus Metzler, Peter Plambeck, Patrick Reuter, Robert Rothböck, Christian Wigger - 3.3 Multifunktionssportplatz
KURZDARSTELLUNG: Es wird ein für Vereine, Schulen und Bürger nutzbarer Multifunktionssportplatz in der Neumünsteraner Innenstadt geschaffen.
- ZIELGRUPPE: Familien aus Neumünster und dem Umland
- THEMENGEBIET: Nettoanziehungskraft
- POTENZIELLER STANDORT: Innenstadt
- BETEILIGTE AKTEURE: Schulen, Serviceclubs, Sportvereine, Unternehmen, Verwaltung, Citymanagement
- FINANZIERUNG: Förderprogramme, Kommunale Mittel, Sponsoring, Vereinsbeteiligung
Der im August 2024 veranstaltete City Beach Cup mit anschließender Nachnutzung der Beachvolleyball-Felder durch Vereine und Privatpersonen hat zahlreiche Besucher in die Innenstadt gezogen und war eines der Highlights des Jahres. Insbesondere das breite öffentliche Interesse auch nach dem eigentlichen Event hat deutlich gemacht, dass in der Neumünsteraner Innenstadt ein erheblicher Bedarf an öffentlichen Flächen für Sport und Spiel besteht. Um diesem Bedarf nachhaltig zu begegnen, bietet sich die Schaffung eines Multifunktionssportplatzes an.
Der Multifunktionssportplatz besteht aus einem (möglicherweise umzäunten und überdachten) Spielfeld für teamsportarten wie Fußball, Handball, Basketball oder Hockey und einer Freifläche auf der zum Beispiel Bewegungsspiele oder Workouts durchgeführt werden können. Die modulare Ausstattung erlaubt es, die Fläche je nach Bedarf für klassische Ballsportarten, Bewegungsspiele, Workouts oder auch seniorengerechte Angebote wie Walking Football oder Gymnastik zu nutzen. Besonders wichtig ist dabei die barrierefreie Gestaltung, sodass auch Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkungen aktiv am Sportgeschehen teilnehmen können. hierdurch wird der Platz zu einem Treffpunkt an dem Menschen generationsübergreifend zusammenkommen und gemeinsam Sport treiben können. an Wochenenden und innerhalb der Schulferien können Veranstaltungen wie turniere oder Familiensporttage die Attraktivität des Platzes noch weiter erhöhen.
Um die langfristige Nutzbarkeit und Attraktivität des Sportplatzes sicherzustellen, werden bei der Konstruktion robuste und langlebige Materialien genutzt, sowie ein Begrünungs- und Entwässerungskonzept umgesetzt. Des Weiteren wird ein Sicherheitssystem mit Beleuchtung und Videoüberwachung benötigt, um das Sicherheitsgefühl der Sporttreibenden zu gewährleisten und die Fläche vor Vandalismus zu schützen.
Die Finanzierung erfolgt in erster Linie durch kommunale Mittel, die durch Förderprogramme des Landes, Bundes oder der EU ergänzt werden können. neben den allgemeinen Förderprogrammen für Stadtentwicklung stehen gegebenenfalls auch spezielle Fördermöglichkeiten für Sportstätten zur Verfügung. Darüber hinaus können auch die Neumünsteraner Serviceclubs und privatwirtschaftliche Unternehmen das Projekt durch Sponsoring unterstützen. Um den kommunalen Haushalt nicht nur bei der Anschaffung zu entlasten, sondern auch die nachhaltige Pflege und Instandhaltung des Geländes sicherzustellen, empfiehlt sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und Unternehmen. Beispielsweise können Schulen und Vereine für die Nutzung des Platzes Gebühren entrichten, Unternehmen haben die Möglichkeit, Patenschaften zu übernehmen oder Sachspenden für die Ausstattung zu leisten. Darüber hinaus bietet die gezielte Einbindung lokaler Firmen, etwa im Rahmen gemeinsamer Veranstaltungen oder Werbekooperationen, Potenzial für zusätzliche Einnahmen und fördert die Identifikation mit dem Projekt. Eine transparente Kommunikation über die Mittelverwendung sowie regelmäßige Berichte zum Zustand und zur Nutzung des Platzes sind wesentliche Voraussetzungen für das Vertrauen aller Beteiligten und unterstützen zugleich die nachhaltige Projektentwicklung.Für die erfolgreiche Realisierung des Multifunktionssportplatzes ist ein strukturiertes Vorgehen erforderlich. Zunächst sollten Interessenbekundungen potenzieller Unterstützer, wie beispielsweise Unternehmen und Serviceclubs eingeholt werden. Parallel dazu erfolgt eine Standortanalyse in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung, insbesondere mit dem Grünflächenamt und der Stadtentwicklung. Im nächsten Schritt wird das Nutzungskonzept gemeinsam mit potenziellen nutzergruppen, wie Sportvereinen
(bspw. SV Tungendorf, TSV Gadeland), Einrichtungen der Behindertenhilfe (z. B. Lichtblick, Die Brücke), Altenhilfe (z. B. Seniorenbegegnungsstätten, Mehrgenerationenhäuser), Kindertageseinrichtungen und Schulen (z. B. Theodor-litt- und Klaus-Groth-Schule), Anwohnern sowie Einrichtungen der Sozialhilfe entwickelt. auf Basis des gemeinsam abgestimmten Konzeptes werden Angebote eingeholt und ein Kostenrahmen erstellt. abschließend wird ein Finanzierungsplan ausgearbeitet, der eine Mischung aus Sponsorengeldern und Fördermitteln vorsieht.KONTAKT WIRTSCHAFTSBEIRAT: Marc Hein, Dirk Iwersen, Carolin König - ZIELGRUPPE: Familien aus Neumünster und dem Umland
- 3.4 E-Sport Hub
KURZDARSTELLUNG: Es wird ein E-Sport Hub als zentrale Anlaufstelle für Angebote im Bereich der digitalen Teilhabe und als Treffpunkt und Trainingsstätte für die wachsende E-Sport-Szene geschaffen.
- ZIELGRUPPE: E-Sport Interessierte aller Altersklassen, Familien
- THEMENGEBIET: Netto- und Bruttoanziehungskraft
- POTENZIELLER STANDORT: Marktpassage oder Großflecken 34 (aktuell Mock-Up Sparkasse Südholstein)
- BETEILIGTE AKTEURE: E-Sportverband Schleswig-Holstein e.V., Landessportverband, Landeszentrum für E-Sport und Digitalisierung, Schulen, lokale Sportvereine, Unternehmen, Verwaltung
- FINANZIERUNG: Förderprogramme, Sponsoring, Vereinsbeteiligung
Bereits seit einigen Jahren gehören die Landesmeisterschaften des E-Sport-Verbandes Schleswig-Holstein e.V. fest zum Programm der Holstenhallen und ziehen zahlreiche E-Sportler, Fans und Interessierte nach Neumünster. Die Themen E-Sport und Gaming sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und prägen zunehmend das Freizeitverhalten verschiedener Altersgruppen. So hat beispielsweise die Deutsche Fuß-ball Liga seit der Saison 2023/24 eine Pflicht für alle Vereine der 1. und 2. Liga eingeführt, eine eigene E-Sport Sparte aufzubauen. Die Freiherr-von Stein Schule bietet seit dem Schuljahr 2025/26 E-Sport als Wahlpflichtfach an. Um dieser gesellschaftlichen Entwicklung auch in Neumünster Rechnung zu tragen und dem wachsenden Interesse am professionellen Gaming gerecht zu werden, ist die Einrichtung eines E-Sport Hubs in der Neumünsteraner Innenstadt ein Projekt, das nicht nur den digitalen Wandel in der Stadt widerspiegelt, sondern auch neue Impulse für die Belebung der Innenstadt setzt.In dem E-Sport Hub können Trainings und Coachings für Anfänger und Profis sowie lokale und regionale Wettkämpfe stattfinden. Darüber hinaus können auch Workshops zu den Themen Medienkompetenz, Gaming und Gesundheit oder Anti-Cheat und Fairplay angeboten werden. Hierdurch wird die Zielgruppe über den Kreis der meist jüngeren E-Sport Interessierten erweitert, da Themen wie zum Beispiel Medienkompetenz insbesondere auch für Eltern und Senioren relevant sind. Somit entsteht ein weiterer generationenübergreifender Treffpunkt für die Neumünsteraner Bürger.Hierfür benötigt das E-Sport Hub eine Fläche zwischen 250 und 400 Quadratmetern. Potenziell geeignete Orte wären beispielsweise die Marktpassage oder die derzeit als Mock-Up von der Sparkasse Südholstein genutzte Fläche am Großflecken 34.Für die erfolgreiche Etablierung und den nachhaltigen Betrieb des E-Sport Hubs ist eine enge Zusammenarbeit verschiedener relevanter Akteure unerlässlich. Ein zentraler Partner ist der Landessportverband Schleswig-Holstein, der insbesondere bei der Identifikation und Beantragung von Fördermöglichkeiten sowie bei der Integration des E-Sport Hubs in den organisierten Sport wertvolle Unterstützung leisten kann. Da-rüber hinaus steht das Landeszentrum für E-Sport und Digitalisierung Schleswig-Hol-stein als Anlaufstelle zur Verfügung. Es bietet Synergien und stellt Best-Practice-Bei-spiele bereit, die für die qualitative und strategische Weiterentwicklung des Projekts von großer Bedeutung sind. Auch Schulen spielen eine wichtige Rolle, da sie die Nachwuchsarbeit fördern und durch Bildungspartnerschaften das Ziel, junge Menschen für den E-Sport zu begeistern, unterstützen. Darüber hinaus können Unternehmen durch Sponsoring von Hard- und Software zum Erfolg des Projektes beitragen. Die Unterstützung der Stadtverwaltung wird insbesondere bei der Standortsuche und der Erteilung der erforderlichen Genehmigungen benötigt. Je nachdem, ob das E-Sport Hub von einem Verein oder der Stadt als Vorhabenträger betrieben wird, steht gegebenen-falls entweder eine Förderung im Rahmen einer Landessportverband-Projektförderung oder im Rahmen der E-Sport Förderung des Landes Schleswig-Holstein zur Verfügung.Ein E-Sport Hub in Neumünster ist durch die Etablierung eines modernen, digitalen Sportangebotes nicht nur ein Imagegewinn für die Stadt, sondern bietet auch einen sicheren Raum für Gaming und soziale Interaktion im Sinne der Jugendförderung. Darüber hinaus kann es durch die Vermittlung von Medienkompetenz und weitere digitale Bildungsangebote ein breites, generationenübergreifendes Publikum in die Innenstadt ziehen und somit zur Belebung beitragen.KONTAKT WIRTSCHAFTSBEIRAT: Marc Hein, Dirk Iwersen, Carolin König - ZIELGRUPPE: E-Sport Interessierte aller Altersklassen, Familien
- 3.5 Aufenthaltsqualität
KURZDARSTELLUNG: Es werden weitere Parklets aufgestellt, um die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch zusätzliche begrünte Sitzmöglichkeiten zu erhöhen. Darüber hinaus wird eine mobile Sonnenüberdachung angeschafft, die flexibel eingesetzt werden kann, um je nach Bedarf verschiedene Flächen in der Innenstadt durch zusätzlichen Witterungsschutz attraktiver zu machen.
- BETEILIGTE AKTEURE: Verwaltung, anliegende Gastronomen, interessierte Gewerbetreibende
Die im Juli 2024 in der Innenstadt installierten begrünten Sitzmöglichkeiten in Form von sogenannten Parklets tragen bereits erheblich zur Steigerung der Aufenthaltsqualität auf dem Großflecken bei. Projekte wie die Bürgerbank zeigen jedoch, dass der Bedarf an Sitzmöglichkeiten noch nicht gedeckt ist. Da bereits positive Erfahrungen mit den bereits etablierten Parklets gemacht wurden, ist es sinnvoll, an dieses Projekt anzuschließen und weitere mobile Sitzgelegenheiten mit Begrünung anzuschaffen.Komplementär hierzu birgt eine mobile Sonnenüberdachung ein erhebliches Potenzial, um die Aufenthaltsqualität in der Neumünsteraner Innenstadt weiter zu steigern. Diese flexible Lösung ermöglicht es, je nach Witterung und Bedarf verschiedene Bereiche der Innenstadt mit zusätzlichem Schutz vor Sonne und Regen auszustatten. Besonders während der Sommermonate und bei Veranstaltungen bietet die Überdachung einen Rückzugsort, der sowohl zum Verweilen einlädt, als auch zur Nutzung als temporäre Außenfläche für Gastronomie und Einzelhandel beiträgt. Durch die mobile Ausführung kann die Sonnenüberdachung unkompliziert an verschiedene Standorte gebracht und je nach Veranstaltung oder saisonalen Anforderungen eingesetzt werden.Als primäre Aufstellungsorte für die Parklets und/oder die Sonnenüberdachung bietet sich insbesondere die Ostseite des Großfleckens an, sobald die für Frühjahr 2026 geplante Erweiterung des Gehweges fertiggestellt wurde. Darüber hinaus steigern weitere Sitzgelegenheiten im nördlichen Bereich des Platzes, neben der allgemeinen Aufenthaltsqualität, insbesondere auch die Attraktivität der ab Sommer 2026 dort angesiedelten Stadtbücherei, da sie als erweiterte Leseecke im Freien für diese fungieren können. Ergänzend bietet sich auch die Bereitstellung einer verschatteten und begrünten Sitzgelegenheit in der Nähe des Wasserspiels auf dem Kleinflecken an, um dieses weiter in Szene zu setzen. Ergänzt werden können die Sitzecken über die bereits integrierte Begrünung hinaus durch mobile Bäume, um die Aufenthaltsqualität weiter zu steigern und flexible Gestaltungsmöglichkeiten für verschiedene Veranstaltungen zu bieten.
Um sowohl die Anschaffung als auch die Pflege der Sitzgelegenheiten und der Begrünung realisieren zu können, bietet sich eine Kooperation von Verwaltung und interessierten Gewerbetreibenden an. Während die Verwaltung primär die Einwerbung von Fördermitteln übernimmt, die benötigten Genehmigungen bereitstellt und die Pflege koordiniert, können sich insbesondere anliegende Gastronomen, aber auch weitere Interessierte Gewerbetreibende durch Sponsoring oder Patenschaften an dem Projekt beteiligen. Denkbar ist auch die Übernahme von Wartungsarbeiten, die Bereitstellung von Personal für den Auf- und Abbau oder gemeinsame Aktionen zur Nutzung der Sitzgelegenheiten als Verkaufs- oder Präsentationsfläche. Hierdurch wird zum einen die finanzielle Belastung für die Stadt verringert und zum anderen die Identifikation mit der Maßnahme gestärkt.KONTAKT WIRTSCHAFTSBEIRAT: Stefanie Fröhlingsdorf, Sven Hägermann, Thomas Hildebrandt, Silke Lorenzen, Jan Meifert - 3.6 Gastronomie
KURZDARSTELLUNG: Durch verschiedene Aktionen bereits etablierter Neumünsteraner Gastronomen wird das gastronomische Angebot in der Innenstadt erweitert.
- BETEILIGTE AKTEURE: Neumünsteraner Gastronomen, Stadtmarketing, Verwaltung
Um das gastronomische Angebot in der Innenstadt weiterhin lebendig und vielfältig zu gestalten, haben sich etablierte Gastronomen aus dem Kreis des Wirtschaftsbeirats bereit erklärt, ein Patenschaftsmodell für neu ansiedelnde Betriebe zu etablieren. Ziel dieser Initiative ist es, den Start neuer gastronomischer Angebote durch gezielte Unterstützung zu erleichtern und gleichzeitig die Qualität sowie die Vielfalt des gastronomischen Angebots langfristig zu sichern. Für dieses Projekt wird neu ansiedelnden Betrieben ein erfahrener Pate zur Seite gestellt. Dieser Pate begleitet einen neuen Betrieb aktiv während der Anfangsphase, gibt wertvolle Einblicke in die betrieblichen Abläufe und die lokale Strukturen. Durch diese enge Begleitung können typische „Anfängerfehler“ vermieden werden, was die Erfolgsaussichten der neuen Unternehmen erheblich verbessert. Auf diese Weise erhalten neue Gastronomen nicht nur praxisnahe Unterstützung, sondern profitieren auch vom Erfahrungsschatz und dem Netzwerk der etablierten Betriebe. Die damit einhergehende Stärkung des gastronomischen Ange-bots trägt dazu bei, dass sich Neuansiedlungen schneller am Standort etablieren und langfristig bestehen können.NeumünsterÜber dieses Projekt hinaus, haben einige Gastronomen bereits in Kooperation mit dem Stadtmarketing und Marktbeschickern eine Initiative auf den Weg gebracht. Ziel der Initiative ist es, dass Gastronomen auf dem Wochenmarkt Gerichte aus frischen und dort verfügbaren saisonalen Lebensmitteln zubereiten. Die Bedeutung des Wochen-marktes als Institution zu stärken, als auch ihre Betriebe zu präsentieren. Die daraus resultierende Vielfalt an kulinarischen Angeboten trägt nicht nur zur Attraktivität des Wochenmarktes bei, sondern fördert gleichzeitig die Vernetzung zwischen den beteiligten Akteuren und schafft neue Impulse für die Innenstadtentwicklung. Durch gemeinsame Aktionen, wie beispielsweise Themenwochen oder saisonale Verkostungen, können zusätzliche Akzente gesetzt werden, die das Einkaufserlebnis bereichern und die Innenstadt als Begegnungsort stärken. So wird der Grundstein für eine nach-haltige und partnerschaftliche Entwicklung gelegt, von der sowohl die Gastronomie als auch der Einzelhandel und die Besucherinnen und Besucher profitieren.Um diese Projekte möglichst unkompliziert und effektiv umsetzen zu können, ist es sinnvoll, innerhalb der Stadtverwaltung eine zentrale Ansprechperson zu benennen. Diese sollte als direkte und unbürokratische Schnittstelle dienen, insbesondere wenn es beispielsweise um genehmigungsrechtliche Fragestellungen geht. Durch eine solche zentrale Koordination können Prozesse beschleunigt und mögliche Hindernisse frühzeitig aus dem Weg geräumt werden. Die Ansprechperson trägt somit maßgeblich dazu bei, dass die Projekte ihre volle Wirkung entfalten und sowohl Verwaltung als auch beteiligte Gewerbetreibende effizient zusammenarbeiten können.KONTAKT WIRTSCHAFTSBEIRAT: Stefanie Fröhlingsdorf, Sven Hägermann, Thomas Hildebrandt, Silke Lorenzen, Jan Meifert
4. Fazit und Appell
Die vorliegenden Überlegungen verdeutlichen, dass die Neumünsteraner Innenstadt vor erheblichen Herausforderungen steht, gleichzeitig jedoch über große ungenutzte Potenziale verfügt. Damit diese Potenziale zum Tragen kommen, bedarf es einer zielgerichteten Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Politik, Wirtschaft und weiteren Akteuren.
Der Wirtschaftsbeirat hat hierfür mit der vorliegenden Skizze einen ersten Aufschlag erarbeitet, der zentrale Zielgruppen, ihre Bedürfnisse sowie Handlungsfelder klar benennt. Entscheidend ist nun, dass aus den beschriebenen Themen und Ansätzen konkrete Maßnahmen entwickelt und in die Umsetzung gebracht werden. Nur so kann die Innenstadt langfristig wieder zu einem attraktiven, lebendigen und zukunftsfähigen Zentrum für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gästen werden. Wir verstehen dieses Papier als Einladung zum Dialog und zur Kooperation. Es ist unser Anliegen, die Innenstadt von Neumünster zu einem lebendigen, sicheren und attraktiven Ort für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste zu entwickeln.
Der Wirtschaftsbeirat Neumünster ist bereit, diesen Prozess aktiv zu begleiten und seine Kompetenzen einzubringen. Wir appellieren an die Stadtverwaltung und die politischen Entscheidungsträger, die skizzierten Vorschläge gemeinsam mit uns aufzugreifen und bei der Erstellung des Innenstadtrahmenplans zu berücksichtigen.
Vorstellung Wirtschaftsbeirat
Der Wirtschaftsbeirat Neumünster (der IHK zu Kiel) ist aus der regionalen Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Kiel hervorgegangen. Ziel dieser Weiterentwicklung war es, zusätzliche Akteure einzubinden und so die Kompetenzen sowie die Handlungsfähigkeit des Gremiums zu stärken. Der Kreis setzt sich heute aus gewählten Mitgliedern der Vollversammlung, nicht gewählten Kandidaten sowie weiteren engagierten Akteuren zusammen.
Im Wirtschaftsbeirat engagieren sich Unternehmerinnen und Unternehmer aus Tourismus, Handel, Dienstleistung und weiteren Branchen. Ergänzt wird die Arbeit durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Citymanagement und der Wirtschaftsagentur.
Der Wirtschaftsbeirat versteht sich als Impulsgeber für die Stadtentwicklung Neumünsters. Ziel ist es, konkrete Projekte voranzubringen, die zur nachhaltigen Stärkung der Stadt beitragen. Das erste zentrale Vorhaben ist dabei die Verbesserung der Situation in der Innenstadt.