IHK Nord

Wichtige TEN-V Projekte in Norddeutschland


Die Auflistung umfasst das Gebiet der IHK Nord.

Verkehrsträger: Wasser/Hafeninfrastruktur

BL TEN-V Projekt Info
HB/NI
WASSER: Anpassung von Außen-und Unterweser (Nord)
In Planung. Projekte im Rahmen des Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetzes, vordringlicher Bedarf Engpassbeseitigung im BVWP.
HH
WASSER: Gesamtkonzept Elbe
Herstellung einer stabilen Wassertiefe für Binnenschiffe und Häfen. Sicherstellung der Schiffbarkeit von Mittel- und Oberelbe.
HH
WASSER: Hafen Hamburg
Instandhaltung der landseitigen Straßen- und Schienenverbindungen im Bereich des Hamburger Hafens. Umsetzung notwendiger Sanierungsmaßnahmen bei Brücken und Schleusen, sowie bedarfsgerechter Aus- und Neubau der Infrastruktur (Realisierung A26 Ost/neue Köhlbrandquerung). Investitionen in Kaikanten und weitere seeseitige Hafeninfrastruktur.
MV
WASSER: Anpassung der seewärtigen Zufahrt zum Seehafen Rostock
Fahrrinnenvertiefung von14,50 m auf 16,50 m geplant und im vordringlichen Bedarf des BVWP 2030.
Planfeststellungsbeschluss 05/2021, Baubeginn Ende 2021,Bauzeit 3 Jahre.
MV
HAFEN: Seehafen Rostock
Ausbau Terminals und Liegeplätze für Güterumschlag
Erweiterung der Liegeplatzkapazitäten für Massengut und Projektladung, Investitionen (geschätzt) 50 Mio.€, Projektrealisierung bis 12/2025.
Ausbau der Terminalinfrastrukturen im Bereich des Fähr- und RoRo-Verkehrs zur Verbesserung des bestehenden Verkehrs bzw. zum Ausbau der Linien, die den Seehafen Rostock bedienen, Investitionen (geschätzt) 25 Mio.€, Projektrealisierung bis 12/2030.
Bereitstellung von Infrastruktur auf zusätzlichen Flächen für den Fähr-, Ro-Ro- und Containerverkehr, Investitionen (geschätzt) 45 Mio.€, Projektrealisierung bis 12/2030.
MV
HAFEN: Seehafe Rostock
Logistikflächen: Umwandlung von Hafenflächen in Logistikgebiete und Bau von Logistikanlagen(einschließlich Anlagen für saubere Brennstoffe und Anlagen für Schiffsabfälle), Projektrealisierung bis 12/2030.


Digitalisierung: Verbesserung der IT des Seehafens Rostock durch Ausbau des Terminalinformations- und Leitsystems (intermodaler Querverbund) hinsichtlich Digitalisierung und Datenaustausch zwischen den Hafennutzern.


Bau einer Zufahrtsstraße vom Rostocker Seehafen zum geplanten größeren Gewerbegebiet Mönchhagen, Projektrealisierung bis 12/2030.


Ost-/Süd-Erweiterung des Hafens: Bereitstellung zusätzlicher Flächen mit Infrastruktur für Logistik, Industrie und Umschlag, Projektrealisierung bis 12/2040.
MV
HAFEN: Seehafen Rostock
Motorways of the Sea
Emissionsarme Fähren, Eisbrecherkapazitäten (vorgemerkte Projekte), Realisierung bis 12/2030.
MV
WASSER: Anpassung der seewärtigen Zufahrt zum Seehafen Wismar
Fahrrinnenvertiefung von 9,50 m auf 11,50m geplant und im vordringlichen Bedarf des BVWP 2030.
Planfeststellungsverfahren befindet sich in Vorbereitung, Beginn nicht vor 2022/2023.
SH
WASSER: Nord-Ostsee-Kanal
Neubau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel.
Grundinstandsetzung der großen Schleusenkammern in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau.
Anpassung der Oststrecke zwischen den Weichen Königsförde und Schwartenbek mit Ersatzneubau der Levensauer Hochbrücke.
Durchgängige Vertiefung des Kanals auf zwölf Meter mit Kurven- und Weichenoptimierung.
Grundinstandsetzung/Neubau der kleinen Schleusen in Kiel-Holtenau und Brunsbüttel.
Der knapp 100 Kilometer lange Nord-Ostsee-Kanal ist die am meisten befahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Er stellt eine Hauptverkehrsachse zwischen Skandinavien, dem Baltikum, Polen sowie Nord-Russland und dem Weltseeverkehr dar. Der Kanal verkürzt den Transportweg vom Hamburger Hafen nach Skandinavien und zu den Volkswirtschaften Osteuropas im Mittel um ca. 340 Seemeilen. Insbesondere bei steigenden Treibstoffkosten wächst die Bedeutung des Kanals für die Anbindung des Ostseeraums.
NI
WASSER: Küstenkanal
Ausbau des Küstenkanals einschl. Ersatzneubau zweier Schleusen. Vordringlicher Bedarf Engpassbeseitigung im BVWP.
SH
HAFEN: Lübecker Hafen
Zur Wahrung seiner Wettbewerbssituation hat der TEN-Core Hafen Lübeck Investitionen für die Abwicklung größerer Schiffe vorgenommen. Lübecks größtes Terminal, der Skandinavienkai, macht Platz für die neue Schiffsgeneration (Länge bis zu 250 m). Drei Anleger werden ausgebaut. Kosten: 24,5 Millionen Euro. Die Stadt zahlt voraussichtlich 14,5 Millionen Euro. Das Land übernimmt bis zu
10,5 Millionen Euro. Baustart ist diesen Sommer. Anfang 2023 soll alles fertig sein. Zur Verbesserung der verkehrlichen Abwicklung nordgehender Verkehre benötigt der Hafen Lübeck eine sogenannte „Nordkurve“, als verbesserte Schienenanbindung des TEN-Core-Hafens an den TEN-V Scan-Med-Corridor 5.
Mit dieser Infrastrukturmaßnahme könnte sich die Wettbewerbssituation des Hafens entscheidend verbessern, da die intermodale Funktion des Hubs wesentlich erweitert würde: Neu zusammengesetzte Züge könnte ohne Einfahrt in den Lübecker Güterbahnhof, die bei gegebenem Fahrplan kapazitativ kaum realisierbar ist, direkt nach Skandinavien fahren. Diese Maßnahme muss u.a. auch in den nächsten Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.
SH
WASSER: Elbe-Lübeck-Kanal
Der Elbe-Lübeck-Kanal ist enthalten im TEN-V Binnenwasserstraßennetz der EU. Der Ausbau des Kanals ist als Verbesserung der Hinterlandanbindung der Häfen und Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Trimodalität im Hafen Lübeck gleichzeitig ein Projekt des laufenden Bundesverkehrswegeplanes 2030. Neben dem laufenden Ersatz von Straßenbrücken (5,25m Durchfahrtshöhe) laufen zurzeit Planungen für den Ausbau der Strecke von der Schleuse Lauenburg/Elbe bis Witzeeze inkl. Ersatz der dortigen Schleuse für 110 m-Schiffe. Insbesondere für die Maßnahme Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals erwartet die regionale Wirtschaft ein starkes Eintreten der EU zur Sicherung der Voraussetzungen für die moderne Binnenschifffahrt (Verlängerung aller Schleusen auf 115m und ggf. Vertiefung des Kanalbettes). Der Elbe-Lübeck-Kanal ist die einzige Verbindung des deutschen Kanalnetzes zur Ostsee.

Verkehrsträger: Schiene

BL
TEN-VPROJEKT
INFO
HB
SCHIENE: Optimiertes Alpha-E mit Bremen
Schienenausbaumaßnahmen im Raum Hamburg/Bremerhaven – Hannover. Im BVWP als vordringlicher Bedarf eingestuft.
HH
SCHIENE: Ausbau der Bahnstrecke Hamburg – Elmshorn
Beseitigung eines großen Engpasses zwischen Hamburg und Skandinavien durch Ausbaumaßnahmen auf der Hamburger Verbindungsbahn und durch zusätzliche Gleise zwischen Hamburg und Elmshorn.
HH
SCHIENE: Ausbau Schienenknoten Hamburg
/ Erweiterung Hauptbahnhof
Maßnahmen zur Entflechtung von Personen- und Güterverkehr (z.B. Meckelfeld, Überführungsbauwerk Wilhelmsburg). Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs zur Erhöhung der Kapazitäten.
HH
SCHIENE: Realisierung der S4
Realisierung der S-Bahn-Linie 4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe; Schaffung zusätzlicher Kapazitäten auf der Achse Hamburg – Lübeck auch vor dem Hintergrund der Festen Fehmarnbeltquerung.
HH
SCHIENE: Allgemein
Steigerung der Interoperabilität durch flächendeckende Realisierung von ERTMS/ ETCS und Verlängerung von Bahnsteigen an relevanten Bahnhöfen auf 740 Meter.
HH
SCHIENE: Ausbau Schienenstrecke Hamburg – Hannover
Schaffung zusätzlicher Kapazitäten auf der Strecke Hamburg – Hannover (ggf. im Rahmen von Alpha-E, ggf. Neubaustrecke) inkl. der nötigen Ausstattung mit ETCS.
MV
SCHIENE: Streckenausbau der Bahnstrecke Rostock-Neustrelitz Berlin
Grundausbau für 25 t Radsatzlast und Vmax = 160 km/h.
Die Baustufen 1 und 2 sind seit mehreren Jahren abgeschlossen und unter Verkehr.
Die Baustufe 3, die den Bauabschnitt Birkenwerder – Nassenheide in Brandenburg sowie den Umbau der Bahnhöfe Gransee (Mark), Fürstenberg/Havel und Neustrelitz umfasst, befindet sich aktuell in Planung als auch in Umsetzung.
MV
SCHIENE: Ausbaustrecke Lübeck-Schwerin
Vordringlicher Bedarf im BVWP 2030, Entwurfsplanung bis 09/2021, Beginn Planfeststellungsverfahren 10/2021, Planrecht Prognose 11/2023, Baubeginn angemeldet 09/2024, voraussichtliche Fertigstellung 04/2028.
NI
SCHIENE: Ausbau Hannover-Berlin
Ausbau. Diskussion im Zuge Deutschlandtakt, konkrete Planungs-Diskussion bislang nur zwischen Bielefeld-Hannover. Zwischen Hannover-Berlin bislang keine konkreten Planungen. Die Strecke ist jedoch auch dort im TEN-V-Netz enthalten und ersichtlich
NI
SCHIENE: ABS Hamburg-Hannover
u.a.: 3. Gleis Lüneburg Uelzen; ABS Ashausen Uelzen- Celle, Vmax250/230 km/h (ggf. mit zusätzlichen fahrplanbasierten Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung und Ortsumfahrungen.
DB Netz AG in aufwendiger Betroffenenbeteiligung „Gläserne Werkstatt“, aktuell Trassenfindung zu bestandsnahem Ausbau oder Neubaustrecke
NI
SCHIENE: zusammengesetzt aus ABS Langwedel-Uelzen und Ostkorridor Nord Uelzen-Salzwedel-Stendal
Ertüchtigung und Elektrifizierung der Strecke, Ausbau der Strecke, 2. Gleis.
NI/HB
SCHIENE: Ausbau Groningen-Bremen („Wunderline“)
Die 173 Kilometer lange Strecke zwischen Bremen und Groningen („Wunderline“) verbindet Norddeutschland mit dem Norden der Niederlande. 124 Kilometer der Strecke verlaufen dabei in Deutschland. Der Ausbau ermöglicht eine schnellere und komfortablere Verbindung für den Personenverkehr.
SH
SCHIENE: Lübeck und Puttgarden
Die DB AG plant eine zweigleisige, elektrifizierte, rund 88 Kilometer lange leistungsfähige Schienenanbindung. Im Rahmen eines Raumordnungsverfahrens hat die Landesregierung die raumverträglichste Variante der geplanten Bahntrasse ermittelt und am 6. Mai 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf Basis dieses Ergebnisses und unter Berücksichtigung des Bundestagsbeschlusses vom 2. Juli 2020 zu übergesetzlichen Maßnahmen setzt die DB AG die weiteren Planungen fort. Die öffentliche Auslegung für den ersten von acht Bauabschnitten ist bereits erfolgt. Weitere sind in Vorbereitung. Klagen werden erwartet.

Verkehrsträger: Straße

BL
TEN-V PROJEKT
INFO
HB
AUTOBAHN: A1
8-streifiger Ausbauin Bremen. Im BVWP als weiterer Bedarfmit Planungsrecht eingestuft
HB
AUTOBAHN: A281
In Bau.
HB
AUTOBAHN: A27
6-streifiger Ausbauzwischen AK Bremen und AS Überseestadt. Im BVWP als vordringlicher Bedarf-Engpassbeseitigung eingestuft.
HH
AUTOBAHN: A1
Laufende/ geplante Ausbaumaßnahmen der A1 (inkl. neue Elbbrücken).
HH
AUTOBAHN: A7
Laufende/ geplante Ausbaumaßnahmen der A7 nördlich und südlich des Elbtunnels.
MV
AUTOBAHN: A14
Lückenschluss von Schwerin bis Magdeburg.
Bau in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen.
Nach Einigung mit Naturschutzverbänden sind alle noch nicht fertiggestellten Bauabschnitte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg auf gutem Weg zur Planfeststellung bzw. Baureife oder bereits in Bau.
Die komplette Fertigstellung wird momentan für spätestens 2030 angegeben.
NI
AUTOBAHN: A7
6-streifiger Ausbau Hamburg-Hannover Höhe Soltau / Walsrode auf rund 35 km. Die Maßnahme ist in drei Planungs- und Bauabschnitte unterteilt. Der etwa 12 km lange Abschnitt zwischen Bad Fallingbostel und dem Autobahndreieck Walsrode ist bereits seit Oktober 2019 fertiggestellt. Der Abschnitt von Dorfmark bis Bad Fallingbostel befindet sich im Planfeststellungsverfahren. Für den nördlichsten Abschnitt von Soltau-Ost bis Dorfmark läuft derzeit die Entwurfsplanung.
NI
AUTOBAHN: A20
Neubau inkl. Elbquerung nach S-H, wichtige Verbindungs- und Entlastungsfunktion im Norden.
NI
AUTOBAHN: A39
Neubau, 105 km Lückenschluss zwischen Lüneburg und Wolfsburg, sieben Bauabschnitte mit unterschiedlichem Planungshorizont, Fertigstellung 2028.
SH
AUTOBAHN: A20
Weiterbau inkl. Elbquerung nach NI, wichtige Verbindungs- und Entlastungsfunktion im Norden.

Verkehrsträgerübergreifende Projekte

BL
TEN-V PROJEKT
INFO
SH
TUNNEL: Fehmarnbeltquerung und die damit einhergehenden Infrastrukturprojekte sind neben dem Brenner-Basis-Tunnel die zentralen Projekte entlang des Scan-Med-Korridor 5.
Fehmarnbelt-Tunnel Fehmarnsundquerung
Auf dänischer Seite ist das Baurecht für den Absenktunnel seit 2015 vorhanden. Baubeginn ist erfolgt. Auf deutscher Seite gibt es seit einigen Monaten ebenfalls Baurecht: Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes v. 3.11.2020. Die Fertigstellung wird im Jahr 2029 erwartet.
Straßenanbindung und Fehmarnsundquerung: Die Anbindung des Tunnels an das Straßennetz erfolgt über die B207, welche vierspurig ausgebaut wird. Baurecht liegt seit September 2021 vor. Zusätzlich zur ursprünglichen Planung ist die Fehmarnsundquerung zu ersetzen. Nach umfangreichen Untersuchungen und Abwägung aller Aspekte ist die Entscheidung für den Bau des Absenktunnels und den Erhalt der Sundbrücke gefallen. Die Planfeststellung ist in Vorbereitung.
SH
AUTOBAHN UND SCHIENE: BAB 7 und
Bahnstrecke Hamburg Flensburg
Auf der Jütlandroute liegen die BAB 7 (Straße) und die Bahnstrecke Hamburg – Neumünster – Flensburg. Die BAB 7 ist in den letzten Jahren zwischen Hamburg und Bordesholm von vier auf sechs Fahrspuren erweitert worden, damit sind die Engpässe für den Straßengüterverkehr auf dieser Trasse weitgehend beseitigt. Weitere Straßenbauplanungen sind aktuell nicht bekannt, aber immer einmal in der Diskussion (Ausbau A7 nördlich von Rendsburg bis Landesgrenze Dänemark). Der Ersatz der Rader Hochbrücke im Verlauf der A7 über den Nord-Ostsee-Kanal ist von 2023 bis 2029 fest projektiert.
Die Bahnstrecke hingegen weistaktuell einen verkehrlichen Engpass im Raum Pinneberg – Elmshorn auf. Die Ausbaumaßnahme drittes Gleis zwischen Pinneberg und Elmshorn wird nach Angaben des Landes zurzeit geplant.
Fertigstellung soll 2030 sein. Die Erweiterung auf ein viertes Gleis ist eine Infrastrukturforderung der IHK Schleswig-Holstein.

Zusammengestellt von:

IHK Nord I Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Industrie- und Handelskammern e.V.
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