Bautechnischer Konstrukteur/-in (Bezeichnung vor 01.08.2026 Bauzeichner/-in)

Sie erfahren umfangreiche Informationen zum Berufsbild wie u. a. über die Aufgaben und Voraussetzungen und andere Details zur Ausbildung.

Persönliche Voraussetzungen

Um präzise und normgerechte Zeichnungen nach Auftragsvorgabe anzufertigen, ist Sorgfalt unabdingbar. Kenntnisse in Werken und Technik sind erforderlich, um Konstruktions- und Detailzeichnungen von Bauteilen anzufertigen. Für fachspezifische Berechnungen wird Wissen in Mathematik benötigt. Da statische und bauphysikalische Aspekte bei der Konstruktion von Bauteilen berücksichtigt werden müssen, sind Kenntnisse in Physik hilfreich. Vorkenntnisse in der Datenverarbeitung sind für das rechnergestützte Zeichnen von Vorteil.

Aufgabengebiet

Der bisherige Beruf Bauzeichner/-in von 2002 wurde durch die Neuordnung (vom 01.08.2026) grundlegend modernisiert und umbenannt. Dabei wurden die erweiterten Aufgaben durch die Digitalisierung und die modernen Arbeitsprozesse in der Baubranche berücksichtigt.
Modellbasierte Planungsmethoden wie Building Information Modeling (BIM), vernetzte Arbeitsprozesse, steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit sowie eine enge, kollaborative Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten prägen heute die Baupraxis und somit die Ausbildung.
Zentrale Inhalte in der Ausbildung sind die digitale Planung und Konstruktion mit modernen CAD-Systemen und modellbasierten Planungsmethoden wie Building Information Modeling (BIM). Die Auszubildenden lernen, im gemeinsamen digitalen Modell zu arbeiten und Planungsprozesse kooperativ und kollaborativ umzusetzen.
Neu ist außerdem die stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, unter anderem durch die Einbindung der Kreislaufwirtschaft in den Planungsprozess.
Im Allgemeinen erstellt der Bautechnische Konstrukteur/-in Zeichnungen und bautechnische Unterlagen für Häuser, Brücken, Straßen und andere Bauwerke. Dazu arbeiten sie in der Regel am Computer mit CAD-Programmen (Computer Aided Design). Nach den Entwurfsskizzen oder Anweisungen von Architekten und Architektinnen sowie Bauingenieuren und Bauingenieurinnen fertigen sie Grundrisse, Bau- Ausführungszeichnungen, Bauansichten und Detailzeichnungen. Dabei beachten sie die einschlägigen technischen Vorschriften.
Sie sind vorwiegend im Büro tätig, wenn Sie eine Baustelle betreuen, auch im Freien.

Ausbildungsstruktur

Bisherige Schwerpunkte bei der Ausbildung von Bauzeichnern wurden in drei Fachrichtungen überführt. Diese werden vertieft im dritten Ausbildungsjahr vermittelt:
  1. Architektur
  2. Ingenieurbau
  3. Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau
    (mit einzelnen Unterfachrichtungen im Tiefbau; Verkehrswegebau und Landschaftsbau)
Im ersten Ausbildungsjahr sind Ausbildungsinhalte zusätzlich zur betrieblichen Ausbildung vertieft in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu vermitteln.

Prüfungsstruktur

Mit Einführung des neuen Berufsbildes wurde an der bewährten Prüfungsstruktur mit einer Zwischenprüfung und der Abschlussprüfung festgehalten.
Die Zwischenprüfung mit praktischen und schriftlichen Aufgaben sollten im zweiten Ausbildungsjahr stattfinden und bezieht sich auf die Ausbildungsinhalte der ersten 18 Monate. Die Abschlussprüfung beinhaltet bei jeder Fachrichtung 4 Prüfungsbereiche:
  • Erstellen technischer Dokumente (50 %)
  • Anwenden des digitalen Informationsmodells (15 %)
  • Planungs- und Konstruktionsregeln anwenden (25 %)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (10 %)
Bei dem Prüfungsbereich “Erstellen von Dokumenten für die Planungs- und Ausführungsphase” entscheidet der Ausbildungsbetrieb, mit welcher Variante die berufliche Handlungsfähigkeit geprüft wird. Es steht ein Betrieblicher Auftrag oder eine Arbeitsprobe als Prüfungsvariante zur Wahl.

Umsetzungshilfe

Hinweise zur betrieblichen Ausbildung stellt dass BIBB mit der Umsetzungshilfe “Ausbildung gestalten” bereit.

Überbetriebliche Ausbildung

Ausbildungszentren für die Berufsausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten sind unter anderem über die SOKA-Bau zu finden.

Video zum Beruf Bautechnischen Konstrukteur/-in

Ausbildungsvergütung

Ausbildungsverordnung

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre.
Aufgrund des Zeugnisses in der Berufsschule (BS) wenn dieses besser als 2,5 im Notendurchschnitt ist, kann man eher zur Prüfung zugelassen werden.
Ein extra Antrag dazu ist erforderlich, der vollständig ausgefüllt sein muss.

Formulare und Anträge für die Ausbildung

Anträge und Formulare gibt es hier.

Ausbildungsplatzsuche

Ausbildungsfirmen oder freie Ausbildungsplätze finden Sie hier.