MV beteiligt sich an der Innovationsagentur der Metropolregion Hamburg
Die Metropolregion Hamburg geht einen neuen Schritt zur Förderung von Innovationen: Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wollen zum 1. Januar 2027 eine gemeinsame Innovationsagentur gründen.
Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 18. Juni 2026 im Rahmen der Ludwigsluster Gespräche im Schloss Ludwigslust unterzeichnet. Ziel der neuen Einrichtung ist es, die Innovationskraft der gesamten Region zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Akteuren auszubauen. Damit reagieren die Länder auch auf eine Empfehlung der OECD, die eine gemeinsame Innovationsagentur für die Metropolregion Hamburg vorgeschlagen hatte.
Mehr Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen
Besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eröffnet die Agentur neue Chancen. Sie soll den Zugang zu Fachwissen, Technologien und Kooperationspartnern erleichtern sowie bei der Entwicklung innovativer Projekte unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Einwerbung und Beantragung von Fördermitteln des Bundes und der Europäischen Union.
Durch die bessere Vernetzung bestehender Kompetenzen sollen Ideen schneller in marktfähige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle überführt werden. Unternehmen erhalten damit einen zentralen Ansprechpartner für Innovationsvorhaben und den Wissenstransfer innerhalb der Region.
Länderübergreifende Initiative für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Die Innovationsagentur wird mit einem jährlichen Budget von rund 1,5 Millionen Euro ausgestattet, das von den vier beteiligten Bundesländern getragen wird. Nach Angaben der Metropolregion Hamburg handelt es sich um ein in Deutschland bislang einzigartiges länderübergreifendes Modell.
Der Hauptsitz der Agentur soll in Hamburg entstehen, ergänzt durch regionale Standorte in den beteiligten Ländern. So sollen Unternehmen vor Ort direkten Zugang zu den Angeboten erhalten.
Chancen für Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte die Bedeutung der neuen Einrichtung für die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Gerade KMU benötigten Unterstützung, um Innovationen erfolgreich umzusetzen.
