IHK Ulm
Kroatiens Beschäftigungsboom treibt Löhne und Arbeitskosten
Der Wettbewerb um geeignetes Personal bleibt intensiv. Passende Qualifikationen fehlen. Zugleich schmälern kräftige Lohnzuwächse Kroatiens Kostenvorteil.
Kroatiens Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Der branchenübergreifende Fachkräftemangel erschwert die Personalsuche und betrifft insbesondere Produktion, Handel und Logistik. Gleichzeitig hat die Beschäftigung ein Rekordniveau erreicht, während die Zahl der Arbeitslosen weiter zurückgeht. Aufgrund des demografischen Wandels und fehlender passender Qualifikationen ist Kroatien zunehmend auf Arbeitskräfte aus Drittstaaten angewiesen. Zwar bleiben die Arbeitskosten im europäischen Vergleich wettbewerbsfähig, steigen jedoch deutlich und schmälern den bisherigen Kostenvorteil des Landes. Für Unternehmen gewinnen daher die betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie Maßnahmen zur langfristigen Mitarbeiterbindung zunehmend an Bedeutung.
