IHK Ulm
US-Chemie setzt auf stärkere Industrienachfrage
Die US-Chemieindustrie rechnet mit steigender Produktion. KI-getriebene Investitionen in Rechenzentren und Chipfabriken sowie die Autoindustrie sorgen für neue Nachfrageimpulse.
Nach einem verhaltenen Produktionswachstum 2026 erwartet die Branche ab 2027 eine stärkere Belebung. Vor allem der Ausbau von Rechenzentren und Halbleiterfabriken erhöht den Bedarf an Spezial- und Bauchemikalien, etwa für Kühlsysteme, Wasseraufbereitung und technische Anlagen. Auch die Automobilindustrie schafft zusätzliche Nachfrage, da Hersteller ihre Produktion teilweise in die USA verlagern. Dagegen bleibt der Wohnungsbau aufgrund hoher Finanzierungskosten schwach und bremst den Absatz von Farben, Lacken und anderen Bauchemikalien. Günstige Energiepreise und steuerliche Investitionsanreize stärken die Wettbewerbsfähigkeit des US-Standorts und fördern neue Investitionen. Gleichzeitig treibt die US-Regierung den Ausbau der heimischen Düngemittelproduktion voran und lockert Umweltauflagen, wodurch sich die Rahmenbedingungen für Chemieunternehmen verändern.
Quelle: GTAI
Stand: September 2026
Stand: September 2026
