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Wirtschaft in der IHK-Region Ulm tritt weiter auf der Stelle
Die ersten Monate des Jahres sind für viele Unternehmen in der IHK-Region Ulm etwas besser gelaufen als erwartet. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen aus der Region hat sich stabilisiert, die Umsätze sind nicht weiter zurückgegangen, die Ertragslage hat sich etwas entspannt. Die stark steigenden Rohölpreise scheinen sich auch dank betrieblicher Absicherungsmaßnahmen erst nach und nach negativ auf die Ertragsentwicklung der Unternehmen auszuwirken.
Ihre aktuelle wirtschaftliche Situation bewertet die hiesige Wirtschaft folglich besser als zum Jahresauftakt. Der Anteil der Unternehmen in guter Lage ist von 29 auf 36 Prozent gestiegen, der Anzahl der Betriebe, denen es schlecht ergeht, ist von 22 auf 20 Prozent zurückgegangen. Der sich aus der Differenz von positiven und negativen Tendenzen ergebende Lage-Indikator ist somit von sechs auf 16 Punkte gestiegen. Damit fällt er so positiv aus wie seit zwei Jahren nicht mehr, liegt aber weiter merklich unter dem langjährigen Durchschnitt.
Industrie und Dienstleistungen im Plus, Handel senkt die Daumen
Die Zufriedenheit mit der eigenen Lage hat vor allem in der Industrie zugenommen. Eine stabilere Nachfrage aus dem In- und Ausland sowie nicht weiter abnehmende Umsätze haben es einem Teil der Unternehmen ermöglicht, ihre Erträge zu verbessern – wenngleich sich immer noch mehr Industriebetriebe in einer schlechten Ertragslage befinden als in einer guten. Davon haben auch die unternehmensnahen Dienstleister profitieren können, deren Geschäfte auf einem stabilen, im Vergleich zur Industrie recht hohen Niveau verlaufen.
Der Handel, insbesondere der Einzelhandel, bekommt die Auswirkungen des Iran-Krieges dagegen bereits deutlich zu spüren. Er wird dabei von zwei Seiten in die Zange genommen: Einerseits nagen steigende Energiekosten direkt an den Erträgen, andererseits führen die stark verteuerten Benzin- und Dieselpreise zu einer wachsenden Sparsamkeit der Kundschaft und drücken auf die ohnehin schwache Konsumlaune. Der Anteil der Händler mit Umsatzeinbußen ist von 22 Prozent auf 31 Prozent gestiegen.
Der Handel, insbesondere der Einzelhandel, bekommt die Auswirkungen des Iran-Krieges dagegen bereits deutlich zu spüren. Er wird dabei von zwei Seiten in die Zange genommen: Einerseits nagen steigende Energiekosten direkt an den Erträgen, andererseits führen die stark verteuerten Benzin- und Dieselpreise zu einer wachsenden Sparsamkeit der Kundschaft und drücken auf die ohnehin schwache Konsumlaune. Der Anteil der Händler mit Umsatzeinbußen ist von 22 Prozent auf 31 Prozent gestiegen.
Zunehmende Risiken schüren Skepsis
Eine verstärkte Risikowahrnehmung deutet jedoch darauf hin, dass sich die momentane Lagebesserung kaum verstetigen dürfte. Die Konflikte im Nahen Osten legen die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von fossilen Energieträgern sowie von reibungslos funktionierenden internationalen Lieferketten erneut offen. Die Sorgen der meisten Unternehmen haben stark zugenommen. Der Anteil der Betriebe, welche die Energiekosten als Geschäftsrisiko nennen, ist von 45 auf 67 Prozent nach oben geschossen – in der Industrie von 49 auf 75 Prozent. Damit haben die Energiekosten die Inlandsnachfrage als Risiko Nummer eins abgelöst. Die Risikonennungen bei den Rohstoffkosten haben sich in der Industrie auf 69 Prozent mehr als verdoppelt, bei den drohenden Lieferengpässen sogar verdreifacht. Die geopolitischen Spannungen treiben fast sechs von zehn Unternehmen um.
Die Nachfragerisiken haben dagegen etwas an Bedeutung verloren. Gerade aus dem Ausland sind auch bei der aktuellen Nachfragetendenz und bei den Exporterwartungen belebende Elemente sichtbar. Dies gilt insbesondere für den europäischen und nordamerikanischen Markt. Insgesamt bleibt die Zahl der Betriebe, die in der Gesamtnachfrage ein Risiko sehen, aber weiterhin auf hohem Niveau. Das gilt auch für die Arbeitskosten.
Der Blick nach vorn der hiesigen Wirtschaft verharrt in der Folge in leichter Skepsis. Zwar ist der Anteil der Betriebe, die zuversichtlich nach vorn blicken, von 17 auf 19 Prozent gestiegen, jedoch hat auch die Zahl der Pessimisten von 21 auf 24 Prozent zugelegt. Allein die hiesige Industrie bleibt leicht zuversichtlich. In Handel und Dienstleistungen überwiegt weiter die Skepsis. Dass die fiskalischen Impulse, die von den stark steigenden Staatsausgaben ausgehen, der hiesigen Konjunktur ein wenig Dynamik bescheren könnten, daran scheint die Mehrheit der regionalen Unternehmen nicht zu glauben. Im Gegenteil: Der Anteil der Betriebe, die in der Wirtschaftspolitik ein Geschäftsrisiko sehen, hat von 38 auf 45 Prozent zugelegt.
Die Nachfragerisiken haben dagegen etwas an Bedeutung verloren. Gerade aus dem Ausland sind auch bei der aktuellen Nachfragetendenz und bei den Exporterwartungen belebende Elemente sichtbar. Dies gilt insbesondere für den europäischen und nordamerikanischen Markt. Insgesamt bleibt die Zahl der Betriebe, die in der Gesamtnachfrage ein Risiko sehen, aber weiterhin auf hohem Niveau. Das gilt auch für die Arbeitskosten.
Der Blick nach vorn der hiesigen Wirtschaft verharrt in der Folge in leichter Skepsis. Zwar ist der Anteil der Betriebe, die zuversichtlich nach vorn blicken, von 17 auf 19 Prozent gestiegen, jedoch hat auch die Zahl der Pessimisten von 21 auf 24 Prozent zugelegt. Allein die hiesige Industrie bleibt leicht zuversichtlich. In Handel und Dienstleistungen überwiegt weiter die Skepsis. Dass die fiskalischen Impulse, die von den stark steigenden Staatsausgaben ausgehen, der hiesigen Konjunktur ein wenig Dynamik bescheren könnten, daran scheint die Mehrheit der regionalen Unternehmen nicht zu glauben. Im Gegenteil: Der Anteil der Betriebe, die in der Wirtschaftspolitik ein Geschäftsrisiko sehen, hat von 38 auf 45 Prozent zugelegt.
Zurückhaltende Investitionspläne
Aufgrund fehlender Impulse und hoher Verunsicherung hält sich die regionale Wirtschaft weiterhin mit Inlandsinvestitionen zurück. Nur jedes fünfte Unternehmen plant, seine Ausgaben für Inlandsinvestitionen zu erhöhen. 44 Prozent gehen von einem gleichbleibenden Engagement aus. Fast ein Viertel der Betriebe will weniger investieren, knapp 12 Prozent investieren gar nicht. Somit dürften von den Inlandsinvestitionen erneut kaum Impulse ausgehen, sie verharren auf niedrigem Niveau. Die Investitionszurückhaltung ist dabei in der Industrie stärker ausgeprägt. Die Dienstleister hegen leicht aufwärts tendierende Investitionsabsichten. Die meisten Unternehmen tätigen Ersatzinvestitionen und nutzen diese häufig für die weitere Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Energieeffizienz wird als Motiv ebenfalls häufig genannt, gefolgt von Innovations- und Rationalisierungsinvestitionen. In die Erweiterung der eigenen Kapazitäten investieren nur wenige Betriebe.
Frühjahresbelebung auf dem Arbeitsmarkt fällt aus
Trotz der weiter stockenden Konjunktur bleibt der Arbeitsmarkt stabil. Ende April 2026 lag die Arbeitslosenquote in der IHK-Region Ulm wie schon im März bei 3,4 Prozent. Die übliche Frühjahrsbelebung fällt damit jedoch nahezu aus. Trotzdem bleibt die Region Ulm der IHK-Bezirk mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit in Deutschland. Mit Neueinstellungen werden sich die hiesigen Unternehmen weiterhin zurückhalten. Wie schon zu Jahresbeginn zeigen die Beschäftigungsabsichten nach unten. Knapp 12 Prozent der Unternehmen brauchen zusätzliches Personal, drei von zehn Betrieben wollen ihre Belegschaften verkleinern. Die Mehrheit der Unternehmen plant, ihren Personalbestand in etwa konstant zu halten.
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Olgastraße 95-101
89073 Ulm
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E-Mail: info@ulm.ihk.mom
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