Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK): Neue Ausschreibung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat die dritte Runde der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK) gestartet. Vom 19. Oktober bis zum 6. Dezember 2026 können Industrieunternehmen Projektskizzen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Dekarbonisierung industrieller Produktionsprozesse sowie für innovative Lösungen zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO₂ einreichen.
Die BIK unterstützt klimafreundliche Investitions- sowie Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben in der Industrie. Sie gliedert sich weiterhin in die beiden Module „Dekarbonisierung der Industrie“ und„Förderung von CCU und CCS“.
In der aktuellen dritten Förderrunde stehen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Fokus. Geöffnet sind Modul 1, Teilmodul 3 sowie Modul 2, Teilmodul 2.

Modul 1: Dekarbonisierung der Industrie

Modul 1 unterstützt Vorhaben, die Treibhausgasemissionen in der Industrie möglichst weitgehend und dauerhaft reduzieren. Forschung und Innovation sollen dabei neue oder deutlich verbesserte Produkte und Verfahren hervorbringen und zusätzliche Potenziale zur Treibhausgasminderung in der industriellen Produktion erschließen.
In der aktuellen Förderrunde ist Teilmodul 3 für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben geöffnet. Gefördert werden Projekte der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung sowie vorhabenbezogene Durchführbarkeitsstudien. Projektskizzen können bis zum 6. Dezember 2026 beim Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) eingereicht werden.

Modul 2: CCU/CCS

Modul 2 unterstützt Vorhaben zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO₂ (CCU/CCS) in Industrie und Abfallwirtschaft. Im Fokus stehen insbesondere schwer vermeidbare Emissionen.
Die aktuelle Ausschreibung betrifft Teilmodul 2 und damit Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Carbon Management. Förderfähig sind unter anderem industrielle Forschung, experimentelle Entwicklung und Durchführbarkeitsstudien. Auch die Entwicklung und Erprobung von Verfahren zur Erkundung, Erschließung und zum Monitoring von CO₂-Speichern ist Gegenstand der aktuellen Förderrunde.

Förderhöhe

Für die aktuelle Ausschreibungsrunde werden folgende Förderintensitäten genannt:
  • Industrielle Forschung: bis zu 50 Prozent, maximal 35 Mio. Euro
  • Experimentelle Entwicklung: bis zu 25 Prozent, maximal 25 Mio. Euro
  • Durchführbarkeitsstudien: bis zu 50 Prozent, maximal 8,25 Mio. Euro
  • Für kleine und mittlere Unternehmen sind zusätzliche Aufschläge auf die Förderintensität vorgesehen.

Frist und Verfahren

Das Förderverfahren ist zweistufig. Im ersten Schritt können Unternehmen ihre Projektskizzen bis zum 6. Dezember 2026 einreichen. Die ausgewählten Vorhaben werden anschließend zur Einreichung eines vollständigen Förderantrags aufgefordert.
Weitere Informationen:
(Quelle DIHK, BMWE, KEI, Ptj)