Förderung von Auslandsgeschäften: Welche Möglichkeiten gibt es?

Welche Förderinstrumente für die Entwicklung von Auslandsgeschäften stehen deutschen Unternehmen zur Verfügung? In unserem Artikel haben wir einige Fördermöglichkeiten sowie die Informationsquellen zusammengefasst.

Förderprogramme auf Landesebene: Baden-Württemberg

  • Geförderte Messebeteiligungen, Unternehmerreisen und Baden-Württemberg Foren werden von Baden-Württemberg International (bw-i) durchgeführt.
  • Zudem initiieren und fördern die Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg durch die IHK-Exportakademie zusätzlich eigene Projekte zur Markterschließung im Ausland.
Förderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg (Zuschussbewilligung durch das Baden-Württemberg) für kleine- und mittelständische Unternehmen rund um die Erschließung von Auslandsmärkten, wie zum Beispiel:
  • Exportstrategie
  • Länderspezifische Vertriebspartnersuche
  • Exportabwicklung, Zollfragen, AEO
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Exportberatungsprogramms.

Förderprogramme auf Bundesebene

Mit dem Förderlotsen Wachstumsmärkte unterstützt die Bundesregierung Unternehmen bei der Suche nach passenden Förderprogrammen für Auslandsprojekte.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Selbständige und Freie Berufe der gewerblichen Wirtschaft sowie wirtschaftsnahe Dienstleister bei ihrem außenwirtschaftlichen Engagement zur Erschließung neuer Absatzmärkte.
Das BMWE fördert die Teilnahme von jungen innovativen Unternehmen an Gemeinschaftsständen auf internationalen Leitmessen in Deutschland. Das BMWE und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMEL) unterstützen auch die Beteiligung deutscher Unternehmen an Auslandsmessen durch einen gemeinsamen Messeauftritt in Form eines German Pavilion.
Zur Absicherung der mit Exportgeschäften verbundenen wirtschaftlichen und politischen Risiken des Zahlungsausfalls können Exportkreditgarantien des Bundes zur Förderung des deutschen Exports in Anspruch genommen werden.
Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen bei Direktinvestitionen im Ausland durch die Übernahme von Garantien zur Absicherung gegen politische Risiken.
Mit Garantien für Ungebundene Finanzkredite (UFK) werden insbesondere Vorhaben gefördert, die der Erhöhung der Versorgungssicherheit mit Rohstoffen dienen.
Die AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft unterstützt die deutsche / europäische Exporteure durch Finanzierungen, Risikoübernahmen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit kurz-, mittel- und langfristigen Exportgeschäften, unter anderem für klein-volumige Bestellerkredite (Small Ticket)
Als Tochter der staatlichen Förderbank KfW bietet die KfW IPEX-Bank Exporteuren mittel- und langfristige Finanzierungslösungen und führt drei Exportförderprogramme im Auftrag des Bundes durch, unter anderem das ERP-Exportfinanzierungsprogramms zur Finanzierung deutscher Exporte in Schwellen- und Entwicklungsländer sowie das Exportfinanzierungsprogramm Afrika-CIRR zur Finanzierung deutscher Exporte in afrikanische Bestellerländer

Branchenbezogene Exportinitiativen

Fokus liegt bei den Energielösungen in Bereichen:
  • erneuerbare Energien
  • Energieeffizienz
  • intelligente Netze
  • Speichertechnologien
  • Wasserstoff
Gefördert wird das Wissens- und Technologietransfer insbesondere in den folgenden Feldern:
  • Kreislaufwirtschaft,
  • Wasser- und Abwasserwirtschaft,
  • netzferne grüne Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien,
  • nachhaltiger Konsum,
  • Mobilität,
  • nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung und
  • Querschnittsthemen.
Im Fokus stehen die Branchen:
  • Arzneimittel
  • Medizintechnik
  • medizinische Biotechnologie
  • digitale Gesundheitswirtschaft
Förderung für kleine und Mittelständische Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft bei der Erschließung von Auslandsmärkten
Förderung für deutsche Produkte der Agrar- und Ernährungsindustrie
Unterstützung von deutschen Start-up-Unternehmen in den Bereichen der Life-Science sowie High-Tech- und Digitalwirtschaft beim Eintritt in den asiatischen und US-Markt

Projekte mit/in Schwellen und Entwicklungsländer

Mit Hilfe des Import Promotion Desk (IPD) gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) werden Importeure bei der Suche nach Geschäftspartnern in 21 Schwellen- und Entwicklungsländern unterstützt.
Im Fokus stehen die folgenden Produktgruppen: IT-Outsourcing, Frisches Obst & Gemüse, Nachhaltiger Fisch & Meeresfrüchte, Natürliche Zutaten, Nachhaltige Holzprodukte, Schnittblumen, Nachhaltiger Tourismus.
Mit den Beratungsgutscheinen Afrika im Rahmen des Wirtschaftsnetzwerks Afrika unterstützt das BMWE kleine und mittelständische Unternehmen bei Ihren Vorhaben und Fragestellungen rund um den Markteinstieg in afrikanische Märkte.
Mit den Business Support Services (BSS) werden spezielle Entwicklungsvorhaben von Unternehmen unterstützt, etwas bei der Weiterbildung von Mitarbeitern und Zulieferern, Risikomanagement, Umwelt- und Sozialmanagement, Ressourcen- und Energieeffizienz. Das Programm wird vom BMZ finanziert.
Das BMZ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen des develoPPP Classic bei der Realisierung von Umweltmaßnahmen, die nachhaltig in einem Entwicklungs- oder Schwellenland investieren und ihre betriebliche Tätigkeit vor Ort ausbauen wollen.
Im Rahmen des von der Bundesregierung aufgelegten Entwicklungsinvestitionsfonds (EIF) für reformorientierte afrikanische Länder (Compact with Africa) hat die DEG das Finanzierungsangebot AfricaConnect etabliert. Es wurde 2023 als ImpactConnect auf weitere Länder ausgedehnt. Es stellt deutschen und europäischen Unternehmen Darlehen für entwicklungswirksame Investitionsvorhaben in zahlreichen Ländern bereit.
Der Dachfonds AfricaGrow (verwaltet von Allianz Global Investors) ist Bestandteil des Entwicklungsinvestitionsfonds der Bundesregierung und stellt Eigenkapital für kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups in Afrika zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

  • Förderdatenbank – Bund, Länder, EU des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) mit den aktuellen Förderprogramme des Bundes, der Bundesländer und der Europäischen Union
  • Förderdatenbank Entwicklungsländer des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem Fokus auf Förderinstrumente für Aktivitäten in Entwicklungsländern
Stand: 16.03.2026
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Quellen: IHK Region Stuttgart, BMWK, GTAI