Vielfältige Spielideen ganz ohne Bildschirm

Region Bodensee-Oberschwaben:
Moritz Gloger und Nico Haas gewannen für ihre Idee eines neuartigen intelligenten Spielgeräts den diesjährigen im Rahmen des Gründer- und Jungunternehmertags in Weingarten durchgeführten Regional Cup Bodensee-Oberschwaben.
Für ihre innovative Idee einer Spielkonsole ohne Bildschirm haben Moritz Gloger und Nico Haas aus Uhldingen-Mühlhofen den mit 1.000 Euro dotierten ersten Platz beim diesjährigen Regional Cup Bodensee-Oberschwaben in Weingarten errungen. Dieser Wettbewerb, der beim Gründer- und Jungunternehmertag der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) ausgetragen wurde, ist ein Vorentscheid für das Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Als Regional Cup-Gewinner dürfen Gloger und Haas am 16. Juli beim Landesfinale im Rahmen des Käpsele Innovation Festivals in Freiburg antreten.
Rund 6 Millionen Kinder im Alter bis zu zehn Jahren verbringen Erhebungen zufolge täglich drei Stunden „vor der Kiste“, gaben Gloger und Haas in ihrem dreiminütigen Pitch zu bedenken. Viele Eltern fürchteten dadurch für ihre Kinder negative Erfahrungen sowie negative gesundheitliche Folgen, hätten aber bislang keine oder nur wenige Alternativen. Dies brachte die beiden Jungunternehmer aus dem Bodenseekreis auf die Idee, ein bildschirmfreies, sprachgesteuertes Spielgerät für Kinder zwischen drei und zehn Jahren zu entwickeln. „Das Spielgerät passt sich dem Kind an und macht jedes Spielerlebnis einzigartig“, berichteten sie. Die Spielkonsole eröffne zahlreiche freie Spielmöglichkeiten und motiviere zu spielerischen Entdeckungen, ohne auf einen Bildschirm starren zu müssen. Über eine Go-to-Market-Strategie anhand einer etablierten Analyse werde nun versucht, entsprechende Zielgruppen in dem neuen Marktsegment zu erreichen und den Markteintritt zu beschleunigen.
Jeweils nur drei Minuten Zeit hatten die insgesamt neun Pitcher – neben Kandidaten aus der Region Bodensee-Oberschwaben auch Jungunternehmer aus Stuttgart, Heilbronn und Laufenburg –, um ihre Geschäftsideen zu präsentieren. Danach galt es noch, Fragen der Jury-Mitglieder direkt zu beantworten. Mit neun Teilnehmern sei eine gute Anzahl von Pitchern erreicht worden, freute sich Gerda Gunnesch vom IHK-Geschäftsbereich Unternehmensförderung und Regionalentwicklung. Die Vielfalt der neuen Geschäftsideen zeige die große Innovationsstärke der regionalen Wirtschaft. Neben einem Serviceangebot zur schnellen und qualitätsvollen Validierung von Apps sowie einem DED (Direct Energy Deposition)-basierten Metall-3D-Drucksystem wurden eine evidenzbasierte, digitale Bildungsplattform für Familien mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter, eine sprachgesteuerte KI-Plattform für das Medikamentenmanagement von ambulanten Pflegediensten, ein ganzheitliches und individuelles Gesundheitscoaching, eine KI-gestützte Compliance- und Marktzugangslösungsmöglichkeit für kleine und mittelständische Unternehmen, eine Cloudplattform mit intuitiven Terminals für ein digitales Besuchermanagement in Firmen sowie ein Lean-Software-Studio für digitale Produktentscheidungen vor der eigentlichen Entwicklung als Geschäftsideen präsentiert.
Eine sechsköpfige Jury, bestehend aus Unternehmern, Wirtschafts- und Finanzexperten, bewertete zu gleichen Teilen Auftritte und Geschäftsideen der Cup-Teilnehmenden. Allein schon die Präsentation der eigenen Geschäftsidee in drei Minuten vor vielen Leuten sei eine enorme Herausforderung, deren Bewältigung große Anerkennung verdiene, sagte Jurymitglied Daniel Matt, Sieger beim Regional Cup Bodensee-Oberschwaben 2025, der die Gewinner verkündete. Es seien interessante Pitches mit „mega-tollen Ideen“ vorgetragen worden. Die Entscheidungsfindung in der Jury sei spannend gewesen und es sei rege diskutiert worden, so Matt. Moritz Gloger und Nico Haas hätten letztendlich sowohl mit ihrer Präsentation als auch mit ihrer Geschäftsidee eines neuartigen Spielgeräts ohne Bildschirm die Jury überzeugt.
Medieninformation Nr. 40/2026