Newsletter-Ausgabe November 2026

Länder und Märkte

Hier erwarten Sie Branchen- und Wirtschaftsinformationen zu verschiedenen Ländern und Märkten sowie Hinweise auf internationale Geschäftsmöglichkeiten und EU-News.

Künstliche Intelligenz weltweit – Aktuelle Trends und Entwicklungen

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst mehr als ein technologischer Trend – sie treibt weltweit Innovationen und Märkte voran.
Für deutsche Exportunternehmen entstehen daraus neue Chancen: Forschungskooperationen, KI-Lösungen für die Industrie, spezifische Anwendungen im öffentlichen Sektor, der Autoindustrie, der Gesundheitswirtschaft oder der Landwirtschaft. Zugleich wächst der Wettbewerb und die Anforderungen werden komplexer.
Die Germany Trade and Invest GmbH gibt Unternehmen über ihre Webseite die Möglichkeit, die Strategien von führenden KI-Nationen miteinander zu vergleichen und stellt zudem aktuelle Analysen zu KI-Märkten vor.

Reform im Europäischen Sozialversicherungssystem: Formular A1

Die Europäische Kommission hatte bereits 2016 einen Vorschlag zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 und 987/2009 vorgelegt. Am 28. September 2026 hat auch der Rat der Europäischen Union zugestimmt.
Die Änderungen sind aber noch nicht in Kraft.
Die Verordnung tritt am ersten Tag des Monats nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft. Der endgültig angenommene Text ist auf der Webseite des Rates der EU und des Europäischen Rates einsehbar.
Mehr Informationen stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

Innowwide: Förderprogramm für die Internationalisierung von KMU und Start-Ups

Mit dem Förderprogramm der European Partnership on Innovative SMEs, Innowwide, können KMU und Start-ups das Marktpotenzial ihrer innovativen Produkte, Dienstleistungen oder Technologien in internationalen Zielmärkten prüfen und deren Erschließung vorbereiten. Dafür fördert das Programm bilaterale, sechsmonatige Projekte mit einem Festbetrag von 60.000 Euro, bei denen die europäischen Unternehmen mit mindestens einer lokalen Partnereinrichtung im Zielland zusammenarbeiten.
Die Bewerbungsfrist endet am 1. Dezember 2026 um 14 Uhr (MEZ).
Weitere Informationen gibt es hier: Innowwide

Australien verschärft KI-Transparenzpflichten

Ab 10. Dezember 2026 gelten in Australien neue Transparenzpflichten für KI und automatisierte Entscheidungsprozesse. Ab diesem Tag sind Unternehmen verpflichtet, offenzulegen, wenn Computerprogramme Entscheidungen über Personen treffen oder diese maßgeblich beeinflussen.
Grundlage sind die Australian Privacy Principles (APP). Die neuen Vorgaben betreffen nicht nur den Einsatz von KI-Systemen, sondern umfassen auch den Einsatz von gewöhnlichen Softwaresystemen sowie anderen regelbasierten Anwendungen.
Mehr Informationen stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

China De-Risking: Empfehlungen aus der Wirtschaft (Dos and Don´ts)

China ist als Deutschlands wichtigster Handelspartner von zentraler Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Gleichzeitig verfolgt die Volksrepublik eine strategisch ausgerichtete Industrie- und Handelspolitik, die zu erheblichen Abhängigkeiten, vor allem bei kritischen Rohstoffen, Vorprodukten und Zukunftstechnologien beigetragen hat.
Die EU und Deutschland sollten strategische Risiken gezielt reduzieren, die eigene Wettbewerbsfähigkeit und Technologieführerschaft wieder stärken, weltweite Handelspartnerschaften voranbringen und Wirtschaftskooperationen mit China zu beiderseitigem Nutzen gewährleisten. Abhängigkeiten und wirtschaftliche Interdependenzen sind kontextabhängig und müssen differenziert bewertet werden. Dabei gilt es, Fragen der staatlichen Sicherheit klar von Wettbewerbsfragen zu trennen. Die Wirtschaft sollte bei allen dies bezüglichen Maßnahmen eng und frühzeitig eingebunden werden, so die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK).
In einer aktuellen ePublikation hat die DIHK jeweils rund 10 Dos and Don´ts sowie weitere Empfehlungen zusammengestellt:

China: AHK Industry Zone Directory 2026/2027

Dieses AHK-Verzeichnis ist ein praktisches Nachschlagewerk, das aktuelle Profile von Industrieparks, Infrastruktur und lokalen Ökosystemen in ganz China zusammenfasst. Die Publikation enthält Informationen zur Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Standorten, potenziellen Geschäftspartnern sowie Projektmöglichkeiten und steht über folgenden Link zum Download bereit:

Finnland ist mit Mobilfunkstandard 6G Vorreiter bei kabelloser KI für die Fabrik der Zukunft

Künftig werden Milliarden zusätzlicher Geräte via Internet miteinander kommunizieren. Von autonomen Fahrzeugen über immersive Elektronik wie Smart Glasses bis hin zu kollaborativen Robotern in Fabriken werden immer mehr Systeme durch künstliche Intelligenz gesteuert.
Um die steigende Datenmenge zu bewältigen, sind im Mobilfunk nochmals mehr Bandbreite und kürzeste Latenzzeit erforderlich. In Zusammenarbeit mit finnischen 6G-Spezialisten können deutsche Unternehmen internationale Standards mitgestalten und sich Marktanteile sichern - lange bevor erste 6G-Netze in Betrieb gehen.
Mehr Informationen stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

Indien: Standards und Normen

Für den Vertrieb von Waren in Indien sind bestimmte Marktzugangsvoraussetzungen zu beachten. Darunter auch technische Vorschriften und Normen.
Für zahlreiche Warengruppen gelten verbindliche Normen und technische Vorschriften. Diese sind in den Quality Control Orders (QCO) der zuständigen Fachministerien geregelt. Die indische Normenbehörde Bureau of Indian Standards (BIS) überwacht die Einhaltung dieser Normen. Zudem übernimmt sie die verpflichtende Produktzertifizierung für den indischen Markt. Regulierte Waren dürfen erst nach Erteilung einer gültigen BIS-Zertifizierung importiert, in Indien verkauft oder in Betrieb genommen werden. Die Zertifizierung erfolgt grundsätzlich in Indien. Welche BIS-Anforderungen gelten, hängt vom jeweiligen Produkt ab.
Mehr Informationen stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

Israel: Tel Avivs Metrobau – Jetzt als Zulieferer positionieren

Die Lieferchancen für deutsche Unternehmen bestehen unter anderem bei:
  • Tunnelbautechnik einschließlich Bohr- und Verschleißwerkzeugen,
  • Antriebs- und Hydrauliktechnik,
  • Pumpen und Dichtungssystemen,
  • Schmier- und Zusatzstoffen für den Tunnelvortrieb,
  • Mess-, Steuerungs- und Überwachungstechnik,
  • Systemen zur Baugrund- und Gebäudesicherung,
  • Schalungs-, Bewehrungs- und Abdichtungssystemen sowie
  • Maschinen und Ausrüstungen für den Spezialtiefbau.
Deutsche Anbieter können sich jetzt als Zulieferer positionieren und die technischen und rechtlichen Anforderungen für eine Beteiligung klären.
Mehr Informationen stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

Japan-Events auf der Messe MEDICA

JAPAN NETWORKING @ MEDICA

Am 16. November lädt die JETRO zum Networking in Halle 15 ein. Das Programm auf der Market Entry Stage startet nachmittags mit einer Eröffnung durch den japanischen Generalkonsul Tsunoda, gefolgt von Pitches japanischer Startups aus dem Medizintechnikbereich.
Anmeldungen sind erwünscht unter:
Auf der Compamed findet am 17. November von 17 bis 18 Uhr ebenfalls eine Networking Reception in Halle 8B/C01 statt.

Tokyo Pavilion Pitch Events

Ein Pitch-Event findet auf der MEDICA am 16. November 2026 in der Halle 15/D04 im Rahmen des Gemeinschaftsstandes der JETRO statt.
Auch auf der COMPAMED gibt es am 17. November 2026 ein Pitch-Event in Halle 8B/C01.
Der Ausstellerkatalog kann bei der IHK Düsseldorf angefordert werden unter katrin.lange@duesseldorf.ihk.mom

Kanadas Nahrungsmittelindustrie setzt auf moderne Technik

Neue Produktionslinien, Automatisierung und effizientere Prozesse schaffen Absatzchancen für deutsche Anbieter von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Ähnliche Modernisierungstendenzen zeigen sich auch in der kanadischen Kühl- und Logistikinfrastruktur.
Bei den geplanten Investitionsprojekten geht es nicht allein um zusätzliche Kapazitäten: Hersteller automatisieren ihre Produktion, machen sie flexibler und setzen Energie und Ressourcen effizienter ein.
Mehr Informationen stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

Lateinamerika plant neue Verkehrsprojekte

Lateinamerika und die Karibik wollen den Ausbau ihrer Verkehrsinfrastruktur deutlich beschleunigen und Milliardenprojekte auf den Weg bringen.
Für deutsche Unternehmen ergeben sich Chancen, die weit über klassische Bau- und Infrastrukturleistungen hinausgehen. Gefragt sind unter anderem moderne Schienen- und Signaltechnik, intelligente Systeme zur Verkehrssteuerung sowie Lösungen für Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Auch im Hafen- und Logistikbereich bieten sich Geschäftsmöglichkeiten, etwa bei der Modernisierung von Umschlaganlagen, digitalen Logistikprozessen oder der Vernetzung von Verkehrsträgern. Hinzu kommt der Bedarf an klimaresilienten Straßen- und Brückenbauprojekten. Darüber hinaus sind deutsche Kompetenzen in den Bereichen Ingenieurwesen, Umwelttechnik, Digitalisierung, Planung und Projektmanagement gefragt.
Mehr Informationen stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

Portugal: Körperschaftssteuer sinkt bis 2028 auf 17 Prozent

Durch das Gesetz No. 64/2025 wird die Körperschaftsteuer in den kommenden Jahren stufenweise auf 17 Prozent gesenkt: der neue Standardsatz gilt für die Steuerjahre ab dem 1. Januar 2028. Für Steuerjahre, die im Laufe des Jahres 2027 beginnen, wird der Standardsatz 18 Prozent betragen, Art. 87 Código do Imposto sobre o Rendimento das Pessoas Coletivas.
Gemäß dem Welteinkünfteprinzip müssen Steuerpflichtige ihre weltweit erzielten Einkünfte im Wohnsitzstaat versteuern. Auf der anderen Seite steht aufgrund des Souveränitätsprinzips dem Staat das Besteuerungsrecht zu, dem die Einkünfte zuzuordnen sind. Zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen, hat Deutschland auch mit Portugal ein Doppelbesteuerungsabkommen.
Einzelheiten zu den Entwicklungen im portugiesischen Steuerrecht stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

Saudi-Arabien: Nachhaltiges Wassermanagement rückt in den Fokus

Um knappe Wasserressourcen effizienter zu nutzen, setzt Saudi-Arabien verstärkt auf Wasserrecycling, Digitalisierung und moderne Infrastruktur.
Für deutsche Unternehmen ergeben sich Marktchancen entlang der gesamten Wasserwertschöpfungskette. Aussichtsreich sind Technologien für Meerwasserentsalzung, Wassertransport und -verteilung, Abwasseraufbereitung sowie Wasserwiederverwendung. Zudem steigt die Nachfrage nach digitalen Lösungen zur Netzüberwachung und Verbrauchssteuerung sowie nach modernen Bewässerungstechnologien.
Mehr Informationen stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

Türkei: Visum im Rahmen des Business Fast Track (Erleichterungen bei Geschäftsreisen)

Die deutschen Auslandsvertretungen in der Türkei haben in Zusammenarbeit mit der AHK Türkei (DEinternational) ein neues Antragsverfahren für Geschäftsvisa eingeführt.
Das Verfahren gilt ausschließlich für Mitarbeitende von Unternehmen, deren Registrierung bestätigt wurde und die zu geschäftlichen Zwecken nach Deutschland reisen. Näheres zu Bewerbungsfristen, Voraussetzungen und notwendigen Unterlagen:.
Weitere Informationen stehen auf den nachfolgenden Webseiten bereit:

Ukraine: Investitionsplan zeigt künftige Projektfelder

Die ukrainische Regierung hat öffentliche Investitionen bis 2029 geplant. Der Plan zeigt, in welchen Bereichen später mal Aufträge entstehen können. Unternehmen können schon jetzt daraus erkennen, welche Themen Priorität haben, ihr Angebot darauf abstimmen und relevante Projekte frühzeitig beobachten.
Einzelheiten stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit:

Venezuela: Zwischen Aufbruch und Risiko

Venezuela rückt wieder in den Fokus internationaler Unternehmen. Gewaltige Rohstoffreserven, hoher Investitionsbedarf und wirtschaftspolitische Öffnungen wecken Hoffnungen auf neue Geschäfte. Doch wie tragfähig sind diese Entwicklungen? Dieser Frage sind Expertenteams aus der Wirtschaft und dem IHK-/AHK-Netzwerk in einer Veranstaltung der IHK Düsseldorf nachgegangen. Die zentrale Botschaft: Venezuela bietet wirtschaftliche Perspektiven, ist aber keinen Selbstläufer, sondern bedarf einer intensiven Vorbereitung. Hintergründe und weitere Erkenntnisse des Webinars am 16.10.2026 gehen aus unserem Nachbericht hervor.

Westbalkanländer investieren in neue Rechenzentren

Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Nordmazedonien bauen KI-Rechenzentren.
Hierdurch bieten sich auch für Unternehmen in Deutschland Absatzchancen für Lösungen für Gebäudetechnik, Energieanlagen, IT-Infrastruktur und Sicherheitssysteme. Mehr Informationen stehen auf der Webseite der Germany Trade and Invest GmbH bereit: