Onlinehandel
EU verhängt Millionen-Bußgeld gegen AliExpress
Die Europäische Kommission hat den Online-Marktplatz AliExpress mit einer Rekordstrafe von 550 Millionen Euro belegt. Nach Angaben der Behörde habe das Unternehmen nicht ausreichend verhindert, dass illegale und unsichere Produkte wie gefälschte Kleidung, unsicheres Spielzeug oder bedenkliche Kosmetik über die Plattform verkauft werden.
Kritisiert wird insbesondere, dass Händler mit rechtswidrigen Angeboten nicht konsequent gesperrt wurden und problematische Produkte teilweise sogar beworben wurden. AliExpress muss nun bis zum 20. Oktober 2026 einen Maßnahmenplan vorlegen, um die Vorgaben der EU zu erfüllen. Andernfalls drohen weitere Sanktionen.
Die Strafe wurde auf Grundlage des Digital Services Act (DSA) verhängt, der seit 2024 für große Online-Plattformen gilt und strengere Regeln zum Verbraucherschutz vorsieht. Ziel ist es, den Verkauf illegaler Produkte einzudämmen und faire Wettbewerbsbedingungen für seriöse Händler zu schaffen.
Mit der Entscheidung setzt die EU ein deutliches Zeichen gegenüber internationalen Online-Marktplätzen und unterstreicht ihren Anspruch, Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa besser zu schützen.
Die IHK Elbe-Weser hat das Vorgehen der EU mit einer Pressemitteilung begrüßend kommentiert.
„Wer in Europa Geschäfte macht, muss sich auch an die europäischen Spielregeln halten. Gerade der Einzelhandel im Elbe-Weser-Raum bildet das Rückgrat lebendiger Kommunen und ihrer Innenstädte. Unsere Händlerinnen und Händler schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, investieren vor Ort und stehen für Qualität, Beratung und Verlässlichkeit. Sie dürfen nicht länger gegenüber Plattformen benachteiligt werden, die sich ihrer Verantwortung entziehen. Die Geldbuße ist deshalb ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengleichheit.“- Kathrin Wiellowicz, Handelsreferentin der IHK Elbe-Weser
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Europäischen Kommission.
