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KAUFMÄNNISCHE WEITERBILDUNG

Der Ausbilderschein – dein Einstieg ins Ausbilden/Vorbereitung auf die IHK-Prüfung

Ohne AEVO keine Azubis. Der Ausbilderschein ist gesetzlich vorgeschrieben und bundesweit anerkannt. Wir bereiten dich praxisnah und prüfungssicher vor – berufsbegleitend, flexibel und mit echtem Mehrwert für deine Karriere.
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Was ist der Ausbilderschein nach AEVO – und warum brauchst du ihn?

Wer in Deutschland einen Auszubildenden betreuen will, braucht mehr als Fachwissen. Das Gesetz schreibt es klar vor: Mindestens eine Person im Betrieb muss die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nachweisen. Dieser Nachweis heißt AEVO – Ausbilder-Eignungsverordnung – und der dazugehörige Abschluss ist der sogenannte Ausbilderschein, früher auch AdA-Schein genannt.
Die Prüfung wird von der IHK abgenommen und ist bundesweit einheitlich geregelt. Das bedeutet: Ein einmal erworbener Ausbilderschein gilt überall in Deutschland – egal in welchem Bundesland du ihn gemacht hast oder wo du später arbeitest.
§ Gesetzliche Grundlage – das musst du wissen
Grundlage ist das Berufsbildungsgesetz (BBiG) in Verbindung mit der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) vom 21. Januar 2009. Wer in einem anerkannten Ausbildungsberuf ausbilden will, muss gegenüber der zuständigen IHK nachweisen, dass mindestens ein Ausbilder im Betrieb die AEVO-Prüfung erfolgreich bestanden hat.
Wichtig: Das Bestehen der AEVO-Prüfung allein berechtigt nicht automatisch zum Ausbilden. Zusätzlich wird die persönliche und fachliche Eignung durch den zuständigen Ausbildungsberater der IHK vor Ort geprüft.

Wer nennt es wie?

Im Alltag kursieren mehrere Begriffe für denselben Abschluss – das sorgt oft für Verwirrung. Zur Klarheit:
Begriff Bedeutung
Ausbilderschein Umgangssprachliche Bezeichnung für den IHK-Abschluss nach AEVO
AEVO Ausbilder-Eignungsverordnung – die rechtliche Grundlage und Kurzbezeichnung der Prüfung
AdA-Schein Ältere Bezeichnung: „Ausbildung der Ausbilder" – heute kaum noch offiziell verwendet
Ausbildereignungsprüfung Offizielle Bezeichnung der IHK-Prüfung

Für wen ist der Ausbilderschein geeignet?

Die AEVO-Prüfung hat keine formalen Zulassungsvoraussetzungen – du kannst dich unabhängig von Schulabschluss oder Berufsausbildung anmelden. In der Praxis kommen die meisten Teilnehmenden aus einem von drei Kontexten:
🏭 Betriebliche Ausbilder
Fachkräfte, die im Unternehmen Azubis betreuen sollen – und dafür den gesetzlich vorgeschriebenen Nachweis brauchen.
📈 Aufstiegswillige
Wer eine IHK-Aufstiegsfortbildung anstrebt (z. B. Fachwirt, Meister, Techniker), braucht die AEVO oft als Zulassungsvoraussetzung.
🎓 Pädagogisch Interessierte
Menschen, die haupt- oder nebenberuflich in der Aus- und Weiterbildung tätig werden wollen – in Unternehmen, Vereinen oder Verbänden.
🏢 Unternehmen
Betriebe, die erstmals ausbilden wollen, brauchen mindestens einen Mitarbeiter mit AEVO-Abschluss – dies ist eine gesetzliche Pflicht.
„Der Ausbilderschein ist nicht nur Pflicht – er ist ein echter Karrierebonus, besonders im mittleren Management."
Wer als Teamleiter oder Abteilungsleiter tätig ist, profitiert vom AEVO-Wissen auch abseits der formalen Ausbildung: Didaktische Grundlagen, Gesprächsführung mit jungen Menschen und rechtliches Grundwissen aus dem BBiG sind im Führungsalltag täglich nützlich.

Was ist der Unterschied zwischen einem Ausbildungsbeauftragten, Ausbilder und Ausbildungsleitung?

Ausbilder ist die einzige gesetzlich geregelte Rolle im Sinne des BBiG. Wer Azubis offiziell betreut, braucht den AEVO-Abschluss. Er trägt die Verantwortung für die fachliche und pädagogische Begleitung und unterschreibt den Ausbildungsvertrag auf Unternehmensseite. Ohne AEVO keine Ausbildung – Punkt.
Ausbildungsbeauftragter ist eine betriebsinterne Rolle ohne gesetzliche Definition. In größeren Unternehmen übernimmt ein Ausbildungsbeauftragter die tägliche Betreuung der Azubis in der Abteilung – oft eine Fachkraft, die den Azubi anleitet, aber nicht zwingend die AEVO-Prüfung abgelegt hat. Die rechtliche Verantwortung bleibt beim eingetragenen Ausbilder. Diese Rolle ist in § 14 BBiG implizit erwähnt, aber nicht explizit definiert.
Ausbildungsleitung ist eine übergeordnete, oft administrative Funktion – vor allem in größeren Betrieben oder Bildungseinrichtungen. Die Ausbildungsleitung koordiniert mehrere Ausbilder, plant Kapazitäten, kommuniziert mit der IHK und entwickelt das Ausbildungsprogramm strategisch weiter. Auch hier gibt es keine gesetzliche Vorschrift, wie die Rolle auszusehen hat.
Kurzgefasst in einer Tabelle:
Rolle Gesetzlich geregelt? AEVO nötig? Verantwortung
Ausbilder ✓ Ja (BBiG § 28) ✓ Pflicht Rechtlich + pädagogisch
Ausbildungsbeauftragter ✗ Nein Empfohlen, nicht Pflicht Alltagsbetreuung
Ausbildungsleitung ✗ Nein Empfohlen Strategie + Koordination

Wie läuft die AEVO-Prüfung bei der IHK ab?

Die Ausbildereignungsprüfung besteht aus zwei Teilen, die beide bestanden werden müssen. Wer in einem Teil mindestens 50 von 100 Punkten erreicht, gilt in diesem Teil als bestanden. Bei Nichtbestehen kann die Prüfung bis zu zweimal wiederholt werden – und einzelne Teile müssen nicht nochmals abgelegt werden, wenn sie bereits bestanden wurden.

Teil 1 – Schriftliche Prüfung

Der schriftliche Teil besteht aus fallbezogenen Aufgaben in programmierter Form (Multiple Choice). Die Fragen decken alle vier Handlungsfelder der AEVO ab und prüfen, ob du die rechtlichen, pädagogischen und organisatorischen Grundlagen beherrschst. Die Prüfungsdauer beträgt in der Regel 90 bis 120 Minuten.

Teil 2 – Praktische Prüfung

Im praktischen Teil präsentierst du eine selbst gewählte, berufstypische Ausbildungssituation. Die Präsentation dauert maximal 15 Minuten, danach folgt ein Fachgespräch. Insgesamt sind für den praktischen Teil maximal 30 Minuten vorgesehen. Du wirst dabei bewertet, ob du Ausbildungsziele formulieren, Methoden begründen und rechtliche Rahmenbedingungen einordnen kannst.
Die vier Handlungsfelder der AEVO:
1. Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
2. Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
3. Ausbildung durchführen
4. Ausbildung abschließen

Ausnahme für Fachwirte

Wer eine IHK-Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Fachwirt erfolgreich absolviert hat, ist laut Verordnung von der schriftlichen Prüfung befreit. In diesem Fall ist nur noch der praktische Teil der Ausbildereignungsprüfung erforderlich, um den bundesweit anerkannten Ausbilderschein zu erlangen.

In vier Schritten zum IHK-Ausbilderschein

1. Lehrgang wählen
Entscheide, welches Format zu dir passt: Kompaktlehrgang in Präsenz (2–3 Tage), Abendlehrgang berufsbegleitend (mehrere Abende über 4–6 Wochen) oder Online-Lehrgang flexibel von zu Hause. Keine Zulassungsvoraussetzungen – du kannst direkt buchen.
2. Lehrgangsinhalte lernen
Im Lehrgang lernst du alle vier Handlungsfelder der AEVO kennen – von der Ausbildungsplanung über Lernmethoden bis zu rechtlichen Grundlagen. Der praktische Teil (Präsentation einer Ausbildungssituation) wird konkret vorbereitet.
3. Zur IHK-Prüfung anmelden
Die Prüfungsanmeldung erfolgt direkt bei der zuständigen IHK – online, ausschließlich als Privatperson (kein Firmenaccount). Anmeldeschluss beachten: In der Regel ca. 2 Wochen vor dem Prüfungstermin.
4. Prüfung bestehen & Schein erhalten
Nach bestandener schriftlicher und praktischer Prüfung erhältst du deinen IHK-Ausbilderschein – bundesweit anerkannt und dauerhaft gültig. Keine Verlängerung nötig.

Was lernst du im AEVO-Lehrgang?

Ein guter AEVO-Lehrgang vermittelt mehr als reine Prüfungsvorbereitung. Du lernst, wie Lernen funktioniert, wie du mit Auszubildenden kommunizierst, welche Rechte und Pflichten du als Ausbilder hast – und wie du eine Ausbildung so gestaltest, dass junge Menschen wirklich etwas mitnehmen.
⚖️ Rechtliche Grundlagen
BBiG, JArbSchG, Ausbildungsordnungen, Ausbildungsrahmenplan – du weißt, was gilt und was du beachten musst.
🗂️ Ausbildungsplanung
Ausbildungsnachweise, Beurteilungsgespräche, Lernzielplanung und die Gestaltung des Ausbildungsplans.
🧠 Pädagogik & Didaktik
Lerntheorien, Ausbildungsmethoden, Vier-Stufen-Methode, situatives Lehren und der Umgang mit Lernproblemen.
💬 Kommunikation
Feedbackgespräche, Konfliktgespräche, Motivation und der richtige Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeiten.
📋 Einstellung & Abschluss
Vom Auswahlgespräch bis zur Abschlussprüfung: alle Stationen eines Ausbildungsverhältnisses rechtssicher gestalten.
🎯 Prüfungsvorbereitung
Praktische Übung der Prüfungspräsentation, Musteraufgaben für den schriftlichen Teil und Feedback vom Trainer.

Welcher Ausbilderschein-Kurs passt zu mir?

Meine Situation Passendes Format Darauf achte ich
Ich möchte mich neben dem Beruf vorbereiten Berufsbegleitender AEVO-Kurs Termine außerhalb der Arbeitszeit
Ich möchte schnell zur Prüfung Intensivkurs, Sprint in 5 Tagen Hohe zeitliche Verfügbarkeit
Ich möchte flexibel lernen Online-Kurs Selbstlernanteil und Live-Termine
Ich benötige Unterstützung vor der Prüfung Prüfungsvorbereitung AEVO Fokus auf schriftliche und praktische Prüfung

Alles, was du über den Ausbilderschein wissen musst

Die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden – beantwortet, direkt und ohne Umwege.
Wie lange dauert es, den Ausbilderschein zu machen?
Das hängt vom Lehrgangsformat ab. Ein Kompaktkurs in Präsenz dauert 7 Tage. Der Sprintkurs 5 Vollzeittage. Hinzu kommt die Zeit für die IHK-Prüfung, die du separat buchst.
Was kostet der Ausbilderschein?
Die Lehrgangskosten sind unterschiedlich hoch je nach Anbieter und Format zwischen. Dazu kommen IHK-Prüfungsgebühren.
Gibt es Zulassungsvoraussetzungen?
Für die AEVO-Prüfung selbst gibt es keine formalen Zulassungsvoraussetzungen. Du kannst dich unabhängig von Schulabschluss oder Ausbildung direkt anmelden. Allerdings wird die persönliche und fachliche Eignung als Ausbilder separat von der IHK geprüft, bevor du offiziell ausbilden darf
Muss ich den Ausbilderschein regelmäßig erneuern?
Nein. Der IHK-Ausbilderschein ist dauerhaft gültig und muss nicht verlängert werden. Er gilt bundesweit und zeitlich unbegrenzt. Eine freiwillige Auffrischung ist sinnvoll, wenn sich rechtliche Rahmenbedingungen geändert haben – aber gesetzlich nicht vorgeschrieben
Was passiert, wenn ich die Prüfung nicht bestehe?
Du kannst die Prüfung bis zu zweimal wiederholen. Hast du einen der beiden Teile (schriftlich oder praktisch) bereits bestanden, musst du nur den nicht bestandenen Teil wiederholen. Das gibt dir Sicherheit – und mit gezielter Vorbereitung im Lehrgang sind die Durchfallquoten niedrig
Kann ich den Ausbilderschein online machen?
Ja. Es gibt Online-Lehrgänge zur Prüfungsvorbereitung, mit direktem Zugang zum Trainer. Die IHK Prüfung selbst findet in der Regel vor Ort bei der IHK statt. Einige IHKs bieten inzwischen auch Online-Prüfungen an – das variiert je nach IHK-Bezirk
Ich bin Fachwirt – muss ich trotzdem die ganze Prüfung ablegen?
Nein. Wer eine IHK-Aufstiegsfortbildung als Geprüfter Fachwirt erfolgreich abgeschlossen hat, ist von der schriftlichen Ausbildereignungsprüfung befreit. Du musst nur noch den praktischen Teil ablegen. Ein spezieller Vorbereitungslehrgang für diesen Weg ist kürzer und günstiger.
Reicht der Ausbilderschein, damit mein Unternehmen ausbilden darf?
Der Ausbilderschein ist eine notwendige, aber keine hinreichende Voraussetzung. Zusätzlich muss der Betrieb als Ausbildungsstätte von der IHK anerkannt werden, und der Ausbilder muss die persönliche und fachliche Eignung nachweisen. Die IHK prüft das vor Ort – dein Ausbildungsberater begleitet dich durch den Prozess.
Kann mein Arbeitgeber die Kosten übernehmen?
Sehr häufig ja – besonders wenn der Betrieb plant, bald auszubilden. Viele Unternehmen übernehmen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren vollständig.

Warum unsere AEVO-Lehrgänge?

Wir bereiten dich nicht nur auf die IHK-Prüfung vor – wir geben dir Werkzeuge mit, die du im Ausbildungsalltag wirklich brauchst. Unsere Trainer haben selbst ausgebildet und kennen die Praxis hinter den vier Handlungsfeldern.
  • Kleine Gruppen für persönliches Feedback – keine anonymen Massenveranstaltungen
  • Gezielte Prüfungsvorbereitung: schriftlicher und praktischer Teil konkret geübt
  • Flexible Formate: Kompaktkurs, Sprintkurs und Online-Lehrgang verfügbar
  • IHK-Qualitätsstandard – bundesweit anerkannter Abschluss garantiert
  • Berufsbegleitend: kein langer Ausfall vom Job nötig

Bereit für deinen Ausbilderschein?

Wähle das Format, dass zu dir passt - Präsenz, Online, Sprint oder Kompaktkurs - und starte gut vorbereitet in deine AEVO-Prüfung.
Hier findest du deinen passenden AEVO-Kurs für Ausbilder

Noch Fragen? Wir beraten dich kostenlos.
Zum Weiterlesen: Ausbildungsexperte (IHK)
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