Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche für Zugewanderte

Du bist neu in Deutschland und möchtest eine Ausbildung beginnen? Hier findest du wichtige Informationen rund um die Berufswahl, Ausbildungsplatzsuche, Sprachanforderungen, Praktika und finanzielle Unterstützung. Erfahre, welche Ausbildungsberufe es gibt, welche Voraussetzungen du mitbringen solltest und welche Hilfsangebote dich auf deinem Weg begleiten.

Du suchst einen Ausbildungsplatz?

Welche Ausbildung passt zu dir?

Was ganz am Anfang steht: Dein Berufswunsch.
In Deutschland gibt es über 300 anerkannte Ausbildungsberufe da ist für jede und jeden etwas dabei!
Wichtig: Nicht jeder Beruf passt zu jedem. Deshalb lohnt es sich, gut zu überlegen, was wirklich zu dir passt.
Ein guter erster Schritt sind Online-Tests, zum Beispiel Check-U: Der Berufsorientierungstest der Bundesagentur für Arbeit
Klar, oft schaut man sich Berufe im eigenen Umfeld ab – von Eltern, Freunden oder Verwandten. Aber: Dein Beruf ist deine Entscheidung!
Informiere dich gut, probiere Dinge aus und finde heraus, was dir wirklich liegt:
Tipp: Schaue dir auch Berufe an, die nicht jeder kennt – die bieten oft gute Chancen und spannende Aufgaben. Zum Beispiel: Fachkraft für Abwassertechnik, Bestattungsfachkraft oder Hörgeräteakustiker.

Du willst erst mal reinschnuppern? – Langzeitpraktikum vor der Ausbildung

Du bist noch unsicher und willst erst mal reinschnuppern? Dann mach ein Langzeitpraktikum! Oft ist das der perfekte Einstieg in eine Ausbildung.

Dieses Praktikum heißt Einstiegsqualifizierung (EQ) und dauert zwischen vier und 12 Monaten.

Wer kümmert sich um deine Ausbildung?

In Deutschland gibt es verschiedene Kammern, die sich als zuständige Stellen um deine Ausbildung kümmern, zum Beispiel:
  • die Industrie- und Handelskammer (IHK)
    Sie ist zuständig für kaufmännische und Gastro-Berufe (z. B. Kaufleute für Büromanagement, Industriekaufleute, Kaufleute im Einzelhandel, Verkäufer/in, Koch/Köchin, Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie usw.) und für gewerblich-technische Berufe (z. B. Industriemechaniker/in, Maschinen- und Anlagenführer/in, Fachinformatiker/in, Elektroniker/in in der Industrie usw.).
  • die Handwerkskammer (HWK)
    Sie ist zuständig für handwerkliche Berufe (z. B. Tischler/in, Friseur/in, Elektroniker/in im Handwerk, Maurer/in, Maler/in und Lackierer/in).

Welches Sprachniveau brauchst du?

Für eine Ausbildung brauchst du mindestens B1 Deutsch.
Unser Tipp: Mit B2 bist du deutlich entspannter unterwegs, vor allem in der Berufsschule.
Es gibt auch Berufssprachkurse, die dir helfen, genau die Wörter und Begriffe zu lernen, die du im Job brauchst.

Wie finde ich Berufssprachkurse?

Gute Deutschkenntnisse sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Ausbildung und Berufstätigkeit. Besonders effektiv ist das Lernen direkt im Arbeitsalltag.
Dafür gibt es viele Angebote für Auszubildende:
  • Job-Berufssprachkurse: kurze, flexible Kurse (100 – 150 Einheiten), oft im Betrieb oder online, ab Sprachniveau A2
  • Azubi-Berufssprachkurse: speziell zur Vorbereitung oder Begleitung der Ausbildung
  • Berufssprachkurse (BSK): 300 – 600 Unterrichtseinheiten für Lernende ab Sprachniveau B1 oder nach einem Integrationskurs.
Sprachförderung ist ein wichtiges Thema während der gesamten Ausbildung.
Bei Fragen hilft auch das Team Sprachförderung im Rhein-Neckar-Kreis:
Telefon: Frau Bissinger 06221 522-1324 und Frau Matthews 06221 522-1934.

Du benötigst finanzielle Unterstützung während der Ausbildung?

Keine Sorge, die bekommst du! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du finanziell unterstützt werden kannst – auch während deiner Ausbildung.

Deine Abschlussprüfung kommt näher

Die Prüfung steht an? Kein Stress – mit der richtigen Vorbereitung schaffst du das!
Tipps zum Lernen, Verstehen von Aufgaben und wichtige Hinweise bekommst du hier:
Unser Engagement bei der Stabilisierung der Ausbildung von Zugewanderten und Geflüchteten wird im Rahmen des Programms "Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte" durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus des Landes Baden-Württemberg gefördert.
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