3 Fragen zum Tourismus in Bad Doberan
Roland Völcker ist seit Mai als Leiter für Tourismus und Kultur für Bad Doberan und Heiligendamm zuständig. Im Interview verrät er seine Pläne für die Münsterstadt und ihren Ortsteil.
Sie sind seit Mai für den Tourismus in Bad Doberan zuständig. Was reizt Sie an der Stadt?
Roland Völcker: Als Touristiker und studierter Geschichtswissenschaftler reizt mich besonders, dass Bad Doberan und Heiligendamm jede Menge Kultur, Geschichte und Tradition bieten. Die Stadt gilt als „Wiege Mecklenburgs“, weil sich hier mehrere zentrale Ursprungsereignisse der mecklenburgischen Geschichte bündeln. Zusammen mit Heiligendamm, dem ersten Seebad in Deutschland, liegt hier auch der Ursprung des traditionellen Bäderwesens.
Und was noch viel wichtiger für einen Touristiker ist, dass wir hier nicht allein im Gestern leben, sondern dass wir den Ort mit seinen Schulen, Vereinen, Veranstaltungen, dem Einzelhandel und der Gastronomie sowie dem bürgerlichen Engagement als einen lebendigen Ort präsentieren können.
Und was noch viel wichtiger für einen Touristiker ist, dass wir hier nicht allein im Gestern leben, sondern dass wir den Ort mit seinen Schulen, Vereinen, Veranstaltungen, dem Einzelhandel und der Gastronomie sowie dem bürgerlichen Engagement als einen lebendigen Ort präsentieren können.
Zuletzt waren Sie beim Landestourismusverband für Tourismuspolitik zuständig. In Bad Doberan kehren Sie zur operativen Arbeit zurück. Was möchten Sie umsetzen?
Momentan schaue ich mir Veranstaltungen an und lerne die touristischen Leistungsträger, die Kulturschaffenden und die Verwaltungsmitarbeiter kennen. Die Stadt baut gerade einen neuen Caravan-Stellplatz auf dem Gelände der alten Galopprennbahn. Hier braucht es noch ein gutes Betreiberkonzept. Stadt und Klosterverein sichern gerade die Ruine des alten Wirtschaftsgebäudes auf dem Klostergelände. Um die Verweildauer auf dem Areal und im Ort zu verlängern, braucht es gute Ideen für ein wirtschaftliches und attraktives Konzept.
Mit unseren Nachbargemeinden in der neuen Tourismusregion Ostseeküste Mecklenburg wollen wir die digitale Küstenkarte etablieren und die überörtliche Zusammenarbeit ausbauen. Dafür wurde gerade vom Verband Mecklenburgische Ostseebäder ein Destinationsbildungsprozess gestartet. Hier kann ich an meine Themenfelder auf der Landesebene anknüpfen.
Mit unseren Nachbargemeinden in der neuen Tourismusregion Ostseeküste Mecklenburg wollen wir die digitale Küstenkarte etablieren und die überörtliche Zusammenarbeit ausbauen. Dafür wurde gerade vom Verband Mecklenburgische Ostseebäder ein Destinationsbildungsprozess gestartet. Hier kann ich an meine Themenfelder auf der Landesebene anknüpfen.
Wo sehen Sie Herausforderungen für den Tourismus in Bad Doberan?
Wir müssen es schaffen, internationaler zu werden. Gerade mit unserem historischen Erbe und der gehobenen Hotellerie haben wir dafür beste Voraussetzungen und viele Geschichten, die wir erzählen können. Diese Potentiale müssen wir heben. Dafür müssen wir im Tourismusmarketing sowie bei unseren Leistungsträgern und im Einzelhandel digitaler und mehrsprachiger werden. Ich bin zudem der Überzeugung, dass wir mit der Stadtvertretung und der Verwaltung über eine neue zukunftsfähige strukturelle Aufstellung des kommunalen Tourismusbetriebes nachdenken müssen.
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Denise Schulze
