Drei frauen stehen auf dem Balkon der IHK zu Rostock und schauen in die Kamera.
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Aus- und Weiterbildung

Mit Senior Expertise für Fachkräftezuwachs

Jahrzehntelange Berufserfahrung, viel Wissen und die große Lust, dieses weiterzugeben: Genau darum geht es Ehrenamtlichen, die sich nach ihrem aktiven Arbeitsleben beim Senior Expert Service (SES) engagieren.
Senior Experts bringen ihre Erfahrung ein und unterstützen damit Unternehmen und Auszubildende ganz praktisch. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist dieser Erfahrungsschatz besonders wichtig”, sagte IHK-Hauptgeschäftsführerin Melanie Wicht bei einer Regionaltagung des Senior Expert Service (SES) in der IHK. Unter dem Titel „Senior Experts in Aktion: Ehrenamt für Entwicklungszusammenarbeit und Fachkräftezuwachs“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, des SES und der IHK über die Herausforderungen, die mit dem Einsatz von Fachkräften im und aus dem Ausland verbunden sind. Dabei ging es vor allem auch darum, ob und wie Senior Experts als ehrenamtlich Engagierte einen Beitrag zur Integration von ausländischen Auszubildenden und jungen Fachkräften in Deutschland leisten können.

Mehr als 160 Senior Experts in MV

In Mecklenburg-Vorpommern waren im März 2026 167 Senior-Expertinnen und -Experten registriert. Dr.-Ing. Hans-Georg Groß ist einer von ihnen. Der Rostocker berichtete von einem sechsmonatigen Online-Einsatz am staatlichen Berufsbildungszentrum Toolkit-Foundation in Kikuyu / Kenia. Deren Geschäftsleitung hatte sich an den SES gewandt und um Unterstützung beim Aufbau eines international anerkannten Systems zur Ausbildung, Prüfung, Zertifizierung von Schweißern nach ISO Normen, Standards und Richtlinien der European Welding Federation (EWF) / International Instituts of Welding (IIW) gebeten. Bei diesem Auftrag setzte das SES auf den Erfahrungsschatz und das Know-how von Dr. Groß.
Er beschreibt den Projektstart so: „Unter Beachtung der Statussituation, einer effektiven, effizienten und wirtschaftlichen Projektgestaltung vereinbarten die Partner eine sechsmonatige Online-Begleitung, die quasi das Fundament für Nachfolgeeinsätze mit konkreten praktischen Maßnahmen darstellte.” Als ein wesentliches Fazit hält er fest: „Die Methodik Learning by doing ist für die Projektpartner ressourcen- und kostensparend. Gleichzeitig erhält das Berufsbildungszentrum aus Kenia die Chance, sich mit deutschen Bildungseinrichtungen für das Schweißen zu vernetzen und damit die fachliche und wirtschaftliche Option um ein Berufsbildungszentrum für schweißtechnische Fachkräfte Kenia-Deutschland zu bilden.” Dazu habe der SES einen nachhaltigen Beitrag geleistet.
Weitere Informationen zum Senior Expert Service gibt es auf der Website des SES-Büros.