Politik stellt sich Fragen der Wirtschaft

Wie wollen die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten zur MV‑Landtagswahl die Wirtschaft im Land voranbringen? Genau darum ging es am 29. Juni 2026 beim gemeinsamen Wahlforum der IHKs in Mecklenburg‑Vorpommern in Schwerin.
Rund ein Vierteljahr vor der Landtagswahl nutzten zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer die Gelegenheit, sich einen unmittelbaren Eindruck von den wirtschaftspolitischen Positionen der Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten zu verschaffen. Gleichzeitig bot das Forum den IHKs die Möglichkeit, zentrale Anliegen der Wirtschaft klar zu adressieren.
Moderiert von der mehrfachen RUFER‑Preisträgerin Silke Hasselmann stellten sich die Politikerinnen und Politiker den Fragen der Wirtschaft. Im Fokus standen Themen wie Bürokratieabbau, Energiepreise, Entlastungen für Unternehmen sowie die Herausforderungen einzelner Branchen – etwa der Logistik. Besonders lebhaft wurde es zum Schluss bei der Frage, welche Formen der Zusammenarbeit zwischen den Parteien nach der Wahl denkbar sind.
Deutlich wurde: Alle Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten haben bereits Unternehmen im Land besucht, einige bringen selbst unternehmerische Erfahrung mit. Bei einzelnen Themen gab es breite Übereinstimmung – zum Beispiel bei der Frage verkaufsoffener Sonntage. Gleichzeitig zeigte die Diskussion, dass fehlendes Vertrauen zwischen einigen Parteien die künftige Regierungsbildung maßgeblich beeinflussen könnte.
Umso wichtiger ist aus Sicht der Wirtschaft, was die IHK‑Präsidenten Klaus-Jürgen Strupp, Matthias Belke sowie Vizepräsidentin Nicole Düwell betonten: Angesichts großer Herausforderungen und komplexer Lösungswege braucht Mecklenburg‑Vorpommern eine konstruktive Zusammenarbeit der Parteien. Nur so können Land und Wirtschaft nachhaltig vorankommen.