Arbeitsmarkt - August 2026
Bayerisch-Schwäbischer Arbeitsmarkt im August 2026: Arbeitslosenquote steigt auf 3,9 Prozent
Der Arbeitsmarkt in Bayerisch-Schwaben
Quote steigt im gewohnten Sommerrhythmus
Die Arbeitslosenquote in Schwaben liegt im August 2026 bei 3,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat ist das ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte, gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 0,1 Prozentpunkte. Gezählt wurden 44.216 Arbeitslose, 2.333 mehr als im Juli 2026 und 1.171 mehr als ein Jahr zuvor.
Der Sprung zum August ist in der Reihe seit Januar 2024 kein Sonderfall. Von Juli auf August 2024 stieg die Quote von 3,2 auf 3,5 Prozent, ein Jahr später von 3,6 auf 3,8 Prozent. Die Richtung der Bewegung ist damit erwartbar, das erreichte Niveau nicht. Mit 3,9 Prozent liegt der aktuelle Wert über beiden Augustwerten der Vorjahre.
Jugendarbeitslosigkeit trägt knapp die Hälfte des Monatsanstiegs
In Schwaben waren im August 2026 5.958 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 1.132 mehr als im Vormonat. Knapp die Hälfte des gesamten Monatsanstiegs von 2.333 entfällt damit auf diese Altersgruppe, obwohl sie nur einen kleinen Teil des gesamten Arbeitslosenbestands stellt. Im Vergleich zum August 2025 fällt der Zuwachs mit 356 zusätzlichen jungen Arbeitslosen deutlich schwächer aus und macht rund ein Drittel des Jahresanstiegs von 1.171 aus. Der Ausschlag ist also vor allem ein Monatseffekt und nicht die Fortschreibung einer Jahresentwicklung.
Stellenmarkt legt in beiden Vergleichen zu
Neu gemeldet wurden im August 2026 in Schwaben 4.032 Arbeitsstellen, 681 mehr als im Juli und 518 mehr als im August 2025. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen erreichte 16.720 und lag damit 520 über dem Vormonat sowie 592 über dem Vorjahreswert.
Zugang und Bestand bewegen sich in dieselbe Richtung. Das ist erwähnenswert, weil ein wachsender Bestand auch bei schwachem Zugang entstehen kann, wenn gemeldete Stellen länger offen bleiben. Hier trägt ein spürbar höherer Zustrom neuer Stellen den Bestandsaufbau mit.
Kurzarbeitanzeigen betreffen kleinere Belegschaften
Anzeigen zum konjunkturellen Kurzarbeitergeld bilden die Absicht der Betriebe ab, nicht die tatsächliche Inanspruchnahme. In Schwaben gingen im August 2026 28 solcher Anzeigen ein, 23 weniger als im Juli und eine weniger als im August 2025. Die Zahl der angezeigten Personen sank von 4.424 im Vormonat auf 299 und lag zugleich 258 unter dem Vorjahresmonat.
Die angezeigten Personen gingen damit weit stärker zurück als die Anzeigen selbst. Die im August gemeldeten Vorhaben betreffen im Schnitt also erheblich kleinere Belegschaften als jene des Vormonats. Den größten Rückgang bei den angezeigten Personen verzeichnet der Agenturbezirk Kempten-Memmingen, wo 14 Anzeigen für 184 Personen eingingen, nach 29 Anzeigen für 3.044 Personen im Juli. Im Bezirk Donauwörth waren es 6 Anzeigen für 89 Personen, zwei Anzeigen und 1.135 Personen weniger als im Vormonat. Auf den Bezirk Augsburg entfielen 8 Anzeigen für 26 Personen, sechs Anzeigen und 130 Personen weniger als im Juli. Donauwörth ist dabei der einzige der drei Bezirke, in dem mehr Personen angezeigt wurden als im August 2025, nämlich 14 mehr.
Realisierte Kurzarbeit erst bis April 2026 verfügbar
Die tatsächlich realisierte Kurzarbeit wird hochgerechnet und liegt für Schwaben zuletzt für April 2026 vor. In diesem Monat waren 178 Betriebe und 5.109 Kurzarbeitende erfasst. Gegenüber März 2026 sind das 16 Betriebe und 635 Kurzarbeitende mehr, gegenüber April 2025 dagegen 92 Betriebe und 2.551 Kurzarbeitende weniger. Der Vorjahresvergleich zeigt somit einen klaren Rückgang, während sich innerhalb des Frühjahrs 2026 ein leichter Wiederanstieg abzeichnet.
Regional verteilt sich das ungleich. Im Bezirk Augsburg waren 75 Betriebe mit 769 Kurzarbeitenden erfasst, sieben Betriebe und 107 Kurzarbeitende mehr als im März 2026, aber 23 Betriebe und 1.506 Kurzarbeitende weniger als ein Jahr zuvor. Der Bezirk Donauwörth kam auf 40 Betriebe und 982 Kurzarbeitende, nach 37 Betrieben und 974 Kurzarbeitenden im Vormonat und 69 Betrieben mit 1.584 Kurzarbeitenden im April 2025. In Kempten-Memmingen waren es 62 Betriebe und 3.358 Kurzarbeitende, sechs Betriebe und 521 Kurzarbeitende mehr als im März. Damit entfällt der größte Teil des schwäbischen Monatsanstiegs bei den Kurzarbeitenden auf diesen einen Bezirk, während der Abstand zum Vorjahr dort mit 443 Kurzarbeitenden weniger vergleichsweise klein ausfällt.
Regionale Unterschiede bleiben ausgeprägt
7,2 Prozent in der Stadt Augsburg markieren die höchste Arbeitslosenquote aller schwäbischen Städte und Landkreise. Sie stieg um 0,4 Prozentpunkte gegenüber Juli und blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Gemeldet waren dort 12.742 Arbeitslose, 717 mehr als im Vormonat und 63 mehr als im August 2025. In Kaufbeuren lag die Quote bei 5 Prozent mit einem Plus von 0,5 Prozentpunkten zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkten zum Vorjahr, was dem stärksten Monatsanstieg unter allen schwäbischen Kreisen entspricht, bei 1.316 Arbeitslosen und damit 152 mehr als im Juli sowie 31 mehr als vor einem Jahr. Kempten verzeichnete 4,4 Prozent nach einem Anstieg um 0,3 beziehungsweise 0,2 Prozentpunkte und 1.791 Arbeitslose, 106 mehr als im Vormonat und 91 mehr als im Vorjahresmonat. Am günstigsten unter den kreisfreien Städten stellt sich Memmingen mit 4,1 Prozent dar, 0,2 Prozentpunkte über Juli und 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahr, bei 1.079 Arbeitslosen, 37 mehr als im Vormonat und 70 mehr als im August 2025.
2,6 Prozent im Unterallgäu sind der niedrigste Wert der gesamten Region, erreicht bei einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr sowie 2.311 Arbeitslosen, 139 mehr als im Juli und 81 mehr als ein Jahr zuvor. Dicht darüber folgen das Ostallgäu und Donau-Ries mit jeweils 2,8 Prozent, die sich in ihrer Entwicklung allerdings unterscheiden. Im Ostallgäu stieg die Quote nur um 0,1 Prozentpunkte und liegt 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahr, bei 2.400 Arbeitslosen, 79 mehr als im Vormonat und 41 weniger als im August 2025. Donau-Ries kam auf 2.320 Arbeitslose nach einem Zuwachs von 205 zum Vormonat und 201 zum Vorjahr, die Quote stieg jeweils um 0,2 Prozentpunkte. Günzburg folgt mit 2,9 Prozent, ebenfalls 0,2 Prozentpunkte über Vormonat und Vorjahr, sowie 2.250 Arbeitslosen, 141 mehr als im Juli und 129 mehr als vor einem Jahr. Das Oberallgäu erreicht 3 Prozent nach einem Plus von 0,1 Prozentpunkten zum Vormonat und 0,2 Prozentpunkten zum Vorjahr, bei 2.747 Arbeitslosen, 86 mehr als im Juli und 126 mehr als im Vorjahresmonat.
Im mittleren Feld liegen Lindau mit 3,2 Prozent, jeweils 0,2 und 0,1 Prozentpunkte höher, sowie 1.482 Arbeitslosen, 100 mehr als im Vormonat und 35 mehr als im Vorjahr, und Aichach-Friedberg mit 3,3 Prozent, ebenfalls 0,2 und 0,1 Prozentpunkte höher, bei 2.630 Arbeitslosen, 137 mehr als im Juli und 89 mehr als im August 2025. Dillingen an der Donau kommt auf 3,4 Prozent und ist der einzige schwäbische Kreis, dessen Quote gegenüber dem Vormonat unverändert blieb, gegenüber dem Vorjahr steht ein Plus von 0,3 Prozentpunkten und die Arbeitslosenzahl von 1.953 liegt 27 über Juli und 162 über dem Vorjahr. Neu-Ulm weist 3,5 Prozent aus, 0,1 Prozentpunkte über Juli und 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr, bei 3.767 Arbeitslosen, 114 mehr als im Vormonat und 181 mehr als vor einem Jahr. Die höchste Quote unter den Landkreisen hat der Landkreis Augsburg mit 3,6 Prozent, 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonat, aber 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahr, bei 5.428 Arbeitslosen, 293 mehr als im Juli und 47 weniger als im August 2025. Nur im Landkreis Augsburg und im Ostallgäu liegen damit sowohl Quote als auch Arbeitslosenzahl unter dem Vorjahresniveau.
Die drei Agenturbezirke im Vergleich
Der Agenturbezirk Augsburg weist mit 5,1 Prozent die höchste Quote der drei Bezirke aus, 0,3 Prozentpunkte über dem Vormonat und unverändert gegenüber dem August 2025. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg dort auf 2.839 Personen, 569 mehr als im Juli und 189 mehr als vor einem Jahr. Neu gemeldet wurden 1.179 Arbeitsstellen, 206 mehr als im Vormonat und 28 mehr als im Vorjahresmonat, bei einem Bestand von 4.655 Stellen. Dieser liegt zwar 187 über Juli, aber 488 unter dem Vorjahr, womit Augsburg der einzige Bezirk mit einem im Jahresvergleich geschrumpften Stellenbestand ist.
Anders stellt sich Donauwörth dar. Die Quote beträgt dort 3,2 Prozent nach einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat und zum Vorjahr, 1.392 junge Menschen waren arbeitslos gemeldet, 261 mehr als im Juli und 191 mehr als im August 2025. Der Stellenzugang zog kräftig an und erreichte 1.275 neu gemeldete Arbeitsstellen, 229 mehr als im Vormonat und 375 mehr als vor einem Jahr, der Bestand wuchs auf 5.051 Stellen, 80 über Juli und 506 über dem Vorjahreswert.
Kempten-Memmingen kommt ebenfalls auf 3,2 Prozent, hier fiel der Anstieg mit 0,1 Prozentpunkten zum Vormonat und zum Vorjahr am schwächsten aus. Bei der Jugendarbeitslosigkeit steht der Bezirk mit 1.727 gemeldeten jungen Arbeitslosen zwar 302 über dem Vormonat, aber als einziger Bezirk 24 unter dem Vorjahreswert. Der Stellenmarkt zeigt sich robust mit 1.578 neu gemeldeten Arbeitsstellen, 246 mehr als im Juli und 115 mehr als im Vorjahresmonat, sowie dem größten Bestand der Region von 7.014 Stellen, 253 über Juli und 574 über dem August 2025.
Schwaben im bayerischen Vergleich
Innerhalb Bayerns weist Schwaben mit 3,9 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote aller Regierungsbezirke auf. Nahe beieinander liegen Niederbayern und die Oberpfalz mit jeweils 4 Prozent bei 29.746 beziehungsweise 26.815 Arbeitslosen. Oberbayern folgt mit 4,2 Prozent und 120.775 Arbeitslosen, Unterfranken mit 4,3 Prozent und 33.267, Oberfranken mit 4,6 Prozent und 27.946. Die höchste Quote weist Mittelfranken mit 4,9 Prozent bei 51.316 Arbeitslosen aus. In absoluten Zahlen liegen mit Oberbayern und Mittelfranken nur zwei Bezirke über den 44.216 schwäbischen Arbeitslosen.
Der Jahresverlauf seit 2024
Über die gesamte Reihe seit Januar 2024 markiert der aktuelle Wert den bisherigen Höchststand, den Schwaben zuvor nur im Januar 2026 erreicht hatte. Den tiefsten Stand zeigt die Reihe mit 3,1 Prozent im Mai und Juni 2024. Im August 2025 lag die Quote bei 3,8 Prozent, im Juli 2026 bei 3,7 Prozent. Auffällig ist weniger die Schwankung innerhalb eines Jahres als die Verschiebung zwischen den Jahren. Jeder Monat des Jahres 2026 liegt über dem gleichen Monat des Vorjahres, und dasselbe gilt für 2025 gegenüber 2024.
Der Arbeitsmarkt in Bayern
Quote erreicht 4,3 Prozent
In Bayern lag die Arbeitslosenquote im August 2026 bei 4,3 Prozent, 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonat und 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat. Arbeitslos gemeldet waren 334.081 Menschen. Das sind 16.056 mehr als im Juli 2026 und 7.134 mehr als im August 2025.
Der Zuwachs innerhalb eines Monats fällt damit mehr als doppelt so hoch aus wie der Zuwachs innerhalb eines Jahres. Ein solcher Abstand deutet auf einen stark saisonal geprägten Monat hin, denn der Vergleich mit dem Vorjahr misst dieselbe Jahreszeit und blendet den Sommereffekt aus. Auch 2024 und 2025 stieg die Quote von Juli auf August, damals von 3,6 auf 3,9 Prozent und von 4 auf 4,2 Prozent.
Junge Arbeitslose prägen den Monatsanstieg
39.311 Menschen unter 25 Jahren waren im August 2026 in Bayern arbeitslos gemeldet, 7.215 mehr als im Vormonat und 1.899 mehr als ein Jahr zuvor. Der Monatsanstieg dieser Gruppe macht damit einen weit größeren Teil des gesamten Zuwachses von 16.056 aus, als es ihrem Anteil am Arbeitslosenbestand entspricht. Im Jahresvergleich ist ihr Beitrag mit 1.899 von 7.134 zusätzlichen Arbeitslosen zwar ebenfalls überproportional, aber weniger dominant.
Stellenmarkt mit gegenläufigen Vergleichen
Neu gemeldet wurden im August 2026 in Bayern 25.141 Arbeitsstellen, 2.541 mehr als im Vormonat und 1.740 mehr als im August 2025. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen lag bei 106.260 und damit 1.555 über dem Juli-Wert, zugleich aber 5.754 unter dem Vorjahresmonat.
Damit fallen die beiden Vergleichszeitpunkte auseinander. Der Zugang neuer Stellen bewegt sich sowohl über dem Vormonat als auch über dem Vorjahr, während der Bestand zwar kurzfristig zulegt, den Verlust gegenüber 2025 aber nicht ausgleicht. Der Bestand ist die trägere Größe, weil er die Zugänge mehrerer Monate aufsummiert. Die Erholung beim Zugang ist deshalb der aktuellere Befund, der Rückstand beim Bestand der Nachhall der zurückliegenden Monate.
Kurzarbeitanzeigen gehen deutlich zurück
Anzeigen zum konjunkturellen Kurzarbeitergeld zeigen an, was Betriebe planen, nicht was sie tatsächlich umsetzen. Im August 2026 gingen in Bayern 212 solcher Anzeigen ein, 211 weniger als im Juli 2026 und 123 weniger als im August 2025. Die Zahl der angezeigten Personen sank von 9.564 im Vormonat auf 2.029 und liegt damit auch 4.805 unter dem Vorjahresmonat.
Anzeigen und angezeigte Personen entwickeln sich nicht im Gleichschritt. Während sich die Zahl der Anzeigen gegenüber Juli nahezu halbierte, fiel die Zahl der betroffenen Personen auf weniger als ein Viertel des Vormonatswerts. Die im August gemeldeten Vorhaben betreffen also im Schnitt kleinere Belegschaften als jene des Vormonats, was für einen Rückgang größerer angekündigter Maßnahmen spricht.
Realisierte Kurzarbeit liegt bis Mai 2026 vor
Die tatsächlich realisierte Kurzarbeit wird hochgerechnet und ist für Bayern zuletzt für Mai 2026 verfügbar. Erfasst wurden 1.426 Betriebe mit 26.005 Kurzarbeitenden. Gegenüber April 2026 sind das 98 Betriebe und 3.121 Kurzarbeitende weniger, gegenüber Mai 2025 fehlen 646 Betriebe und 29.305 Kurzarbeitende.
Der Rückgang bei den Kurzarbeitenden ist im Jahresvergleich stärker ausgeprägt als der bei den Betrieben. Ausgehend von 55.310 Kurzarbeitenden in 2.072 Betrieben im Mai 2025 hat sich die Zahl der Kurzarbeitenden mehr als halbiert, während gut zwei Drittel der Betriebe verblieben sind. Auf den einzelnen Betrieb entfallen damit weniger Kurzarbeitende als vor einem Jahr, die verbliebenen Maßnahmen sind im Schnitt also kleiner.
Alle Regierungsbezirke mit steigender Quote
In allen sieben Regierungsbezirken stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat. Am niedrigsten liegt sie in Schwaben mit 3,9 Prozent nach einem Plus von 0,2 Prozentpunkten zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkten zum Vorjahr, bei 44.216 Arbeitslosen, 2.333 mehr als im Juli und 1.171 mehr als im August 2025. Niederbayern und die Oberpfalz folgen mit jeweils 4 Prozent und einem Monatsanstieg von jeweils 0,2 Prozentpunkten. Niederbayern zählt 29.746 Arbeitslose, 1.536 mehr als im Vormonat, liegt aber als einziger bayerischer Regierungsbezirk mit 534 Arbeitslosen unter dem Vorjahreswert, die Quote entspricht dort dem Stand von August 2025. Die Oberpfalz kommt auf 26.815 Arbeitslose, 1.573 mehr als im Juli und 706 mehr als vor einem Jahr, bei 0,1 Prozentpunkten mehr als im August 2025.
Oberbayern verzeichnet 4,2 Prozent nach einem Anstieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr. Mit 120.775 Arbeitslosen stellt der Bezirk den mit Abstand größten Anteil und liefert mit 5.439 zusätzlichen Arbeitslosen auch den größten Einzelbeitrag zum bayerischen Monatsanstieg, im Jahresvergleich sind es 3.751 mehr. Unterfranken folgt mit 4,3 Prozent, ebenfalls 0,2 und 0,1 Prozentpunkte höher, und 33.267 Arbeitslosen, 1.561 mehr als im Vormonat sowie 1.202 mehr als im Vorjahr.
Oberfranken kommt auf 4,6 Prozent und weist mit 0,3 Prozentpunkten den stärksten Monatsanstieg aller Regierungsbezirke aus, gegenüber dem Vorjahr sind es 0,1 Prozentpunkte mehr. Gemeldet waren dort 27.946 Arbeitslose, 1.530 mehr als im Juli und 519 mehr als im August 2025. Die höchste Quote weist Mittelfranken mit 4,9 Prozent aus, 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonat und unverändert gegenüber dem Vorjahr, bei 51.316 Arbeitslosen, 2.084 mehr als im Juli und 319 mehr als vor einem Jahr. Der Abstand zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Bezirkswert beträgt damit einen Prozentpunkt.
Der Jahresverlauf seit 2024
Die bayerische Arbeitslosenquote bewegt sich seit Januar 2024 in einem engen Band. Den höchsten Stand der Reihe markieren 4,4 Prozent im Januar und Februar 2026, den niedrigsten 3,5 Prozent im Mai und Juni 2024. Der aktuelle Wert liegt dazwischen, jedoch über allen Augustwerten der beiden Vorjahre, denn im August 2025 waren es 4,2 Prozent und im August 2024 3,9 Prozent. Der Vergleich der Jahre zeigt vor allem eine Niveauverschiebung. Jeder Monat des Jahres 2026 liegt über dem gleichen Monat des Vorjahres, und dasselbe gilt für 2025 gegenüber 2024.
Hier finden Sie weitere Informationen der Regionaldirektion Bayern.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland
Drei Millionen Arbeitslose überschritten
Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag im August 2026 bei 6,5 Prozent, 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat und ebenfalls 0,1 Prozentpunkte über dem August 2025. Arbeitslos gemeldet waren 3.061.396 Menschen, 54.193 mehr als im Juli 2026 und 36.260 mehr als ein Jahr zuvor.
Bemerkenswert ist das Verhältnis der beiden Vergleiche. Der Zuwachs innerhalb eines einzigen Monats übersteigt den Zuwachs des gesamten Jahres. Da der Vorjahresvergleich dieselbe Jahreszeit misst, verweist dieser Abstand auf einen ausgeprägt saisonalen Monat und nicht auf eine plötzliche Verschlechterung. Die Quote hat sich gegenüber dem Vorjahr nur um 0,1 Prozentpunkte bewegt, während die absolute Zahl der Arbeitslosen weiter über der Marke von drei Millionen liegt.
Junge Menschen treiben den Monatsanstieg
326.284 Menschen unter 25 Jahren waren im August 2026 arbeitslos gemeldet, 25.877 mehr als im Vormonat und 14.464 mehr als im August 2025. Der Monatsanstieg dieser Altersgruppe macht damit einen weit größeren Teil des gesamten Zuwachses von 54.193 aus, als es ihrem Anteil am Arbeitslosenbestand entspricht. Der Abstand zum Vorjahr fällt mit 14.464 zusätzlichen jungen Arbeitslosen deutlich kleiner aus als der Monatssprung, was den Ausschlag als überwiegend saisonales Phänomen ausweist.
Stellenmarkt wächst gegenüber Vormonat und Vorjahr
Neu gemeldet wurden im August 2026 bundesweit 141.621 Arbeitsstellen, 6.424 mehr als im Juli und 14.549 mehr als im August 2025. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen erreichte 656.481 und lag damit 3.153 über dem Vormonat sowie 25.423 über dem Vorjahreswert.
Beide Kennzahlen zeigen im Jahresvergleich nach oben, gemessen am jeweiligen Ausgangsniveau fällt der Zuwachs beim Zugang jedoch deutlicher aus als beim Bestand. Dass der Bestand gegenüber dem Vormonat zunimmt, bedeutet zugleich, dass im August mehr Stellen neu gemeldet wurden als im selben Zeitraum aus dem Bestand abgingen.
Saisonbereinigter Bestand und BA-X ordnen das Bild ein
Der saisonbereinigte Bestand gemeldeter Arbeitsstellen lag im August 2026 bei 643.183. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das einen Rückgang um 856, gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs um 26.231. Damit tritt der Unterschied zwischen den beiden Betrachtungen klar hervor. Der unbereinigte Bestand legte im Monatsvergleich um 3.153 zu, die bereinigte Reihe gibt leicht nach. Der Monatszuwachs ist somit vollständig auf saisonale Einflüsse zurückzuführen, während die zugrunde liegende Entwicklung seitwärts bis leicht abwärts verläuft. Im Jahresvergleich stimmen beide Reihen dagegen weitgehend überein, was für einen echten Zuwachs gegenüber 2025 spricht.
Der BA-X-Stellenindex stützt diese Lesart. Er steht im August 2026 bei 103, unverändert gegenüber dem Vormonat und 4 Punkte über dem Wert von 99 im August 2025. Der Index bewegt sich damit gegenüber dem Vormonat nicht und liegt zugleich über seinem Vorjahresstand.
Kurzarbeitanzeigen gehen stark zurück
Anzeigen zum konjunkturellen Kurzarbeitergeld geben wieder, was Betriebe planen, nicht was tatsächlich in Anspruch genommen wird. Im August 2026 gingen bundesweit 1.069 Anzeigen ein, 1.085 weniger als im Juli 2026 und 1.033 weniger als im August 2025. Die Zahl der Anzeigen liegt damit unter der Hälfte des Juli-Werts und knapp über der Hälfte des Vorjahreswerts.
Die Zahl der angezeigten Personen sank von 33.699 im Vormonat auf 14.317 und liegt 18.432 unter dem August 2025. Die Personen gingen anteilig stärker zurück als die Anzeigen selbst, sodass die im August gemeldeten Vorhaben im Schnitt kleinere Belegschaften betreffen als die des Vormonats.
Realisierte Kurzarbeit liegt bis Mai 2026 vor
Die realisierte Kurzarbeit wird hochgerechnet und ist zuletzt für Mai 2026 verfügbar. Erfasst wurden bundesweit 8.119 Betriebe mit 132.104 Kurzarbeitenden. Gegenüber April 2026 sind das 234 Betriebe und 8.815 Kurzarbeitende weniger, gegenüber Mai 2025 fehlen 2.759 Betriebe und 94.607 Kurzarbeitende.
Der Abstand zum Vorjahr ist bei den Kurzarbeitenden deutlich ausgeprägter als bei den Betrieben. Von 226.711 Kurzarbeitenden in 10.878 Betrieben im Mai 2025 ist gut die Hälfte der Kurzarbeitenden verblieben, bei den Betrieben rund drei Viertel. Auf den einzelnen Betrieb entfallen damit weniger Kurzarbeitende als vor einem Jahr. Die Kurzarbeit ist also nicht nur seltener geworden, sondern innerhalb der betroffenen Betriebe auch weniger umfangreich.
Der Jahresverlauf seit 2024
Die bundesweite Arbeitslosenquote hat sich seit Januar 2024 schrittweise nach oben verschoben. Den höchsten Stand der Reihe markieren 6,6 Prozent im Januar 2026, den niedrigsten 5,8 Prozent im Mai und Juni 2024. Im August 2025 lag die Quote bei 6,4 Prozent, im Juli 2026 bei 6,4 Prozent. Innerhalb des laufenden Jahres verlief die Bewegung vom Jahresbeginn bis zum Sommer abwärts bis auf 6,2 Prozent im Juni 2026, seitdem steigt die Quote wieder. Das entspricht dem Muster der beiden Vorjahre, wobei der Jahresbeginn 2026 über den Januarwerten von 2025 mit 6,4 Prozent und von 2024 mit 6,1 Prozent lag.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Hinweis zur konjunkturellen Kurzarbeit: August 2026 (vorläufige Daten, 01. bis 24.08.26), Datenstand 25. August 2026
