22. Mai 2026

IHK begrüßt Beschluss für Bahnprojekt Augsburg–Ulm

„Der Beschluss des Deutschen Bundestags ist ein riesiger Schritt für die Anbindung Bayerisch-Schwabens – international, bundesweit und regional. Das bislang größte Verkehrsprojekt in der Region ist für die Wirtschaft von grundlegender Bedeutung. Es wird die Qualität des Standorts spürbar verbessern“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Marc Lucassen. Der Beschluss ist aber auch ein wichtiges Zeichen in die Region, dass es nach einem Jahr parlamentarischer Beratungen nun tatsächlich weitergeht. „Es ist aber wichtig, dass diesem politischen Bekenntnis nun gleich mehrere dringend erforderliche Schritte folgen.“
Mit dem Votum des Deutschen Bundestages sind die Aufgaben noch nicht erledigt. „Die Politik muss in den nächsten Wochen ganz dringend dafür sorgen, dass das Geld für die nächsten Planungsschritte bereitsteht und auch später der eigentliche Bau verbindlich finanziert ist“, so Dr. Lucassen. Die Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg wird in unterschiedlichen Varianten seit mehr als fünfzig Jahren diskutiert. Sie ist immer wieder durch die fehlende Finanzierung ausgebremst worden. Dr. Lucassen: „Das muss ein Ende haben. Weitere Verzögerungen wären weder den Unternehmen noch deren Beschäftigten vermittelbar.“
Aus IHK-Sicht ist zudem entscheidend, dass nun auch die weiteren Infrastrukturmaßnahmen zeitnah angegangen werden, die nicht Teil der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke Augsburg–Ulm sind – auch wenn diese vom Bundestag ausdrücklich ausgeklammert wurden. Dazu zählen vor allem die Verbesserung der Kapazität in den Knoten Augsburg und Ulm/Neu-Ulm. In Augsburg gehöre dazu die Anbindung des im Bau befindlichen KV-Terminals („Containerbahnhofs“) im Güterverkehrszentrum (GVZ) an die Strecke Augsburg–Donauwörth, in Neu-Ulm zum Beispiel ein Bahnhalt an der bestehenden Strecke im Industriegebiet. Im Bundestagsbeschluss ist klargelegt, dass die Mehrkosten für den künftigen Regionalzughalt in Zusmarshausen vom Freistaat Bayern zu tragen sind, der für den Bahn-Regionalverkehr zuständig ist. Die IHK Schwaben wertete das umgehende Bekenntnis des bayerischen Bau- und Verkehrsministers Christian Bernreiter zur Einrichtung eines solchen Regionalzughalts als „wichtige Zusage des Freistaats“.