23. April 2026

Starke Stimme für die Berufliche Bildung in Schwaben: Frederik Hintermayr ist neuer Arbeitnehmer-Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses der IHK Schwaben

Die berufliche Bildung hat einen hohen Stellenwert für die bayerisch-schwäbische Wirtschaft. Mehr als 20.000 junge Menschen absolvieren derzeit eine Ausbildung in einem IHK-Beruf. Fast 4.300 Ausbildungsunternehmen gibt es in der Region. „Diese Unternehmen tragen aktiv Verantwortung für die Fachkräfte von morgen“, sagt Dr. Christian Fischer, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Berufliche Bildung. Zentrales Beratungs- und Beschlussgremium für alle Belange der beruflichen Bildung in Bayerisch-Schwaben ist der Berufsbildungsausschuss (BBA). Er hat nun einen neuen Arbeitnehmer-Vorsitzenden und vier neue Mitglieder.
Was muss ein Unternehmen mitbringen, um als Ausbildungsbetrieb zugelassen zu werden? Wie wird ein neues Berufsbild in der Region konkret ausgebildet? Und wie kann die berufliche Bildung fit gemacht werden für die Zukunft? Der Berufsbildungsausschuss muss in allen wichtigen Angelegenheiten der beruflichen Bildung unterrichtet, gehört und beteiligt werden. So sieht es das Berufsbildungsgesetz vor. Der Ausschuss besteht aus 36 ehrenamtlichen Mitgliedern, je ein Drittel sind Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter sowie den Direktorinnen und Direktoren der Berufsschulen. „Der Ausschuss setzt wichtige Impulse und ist entscheidend, um die Qualität der Aus- und Weiterbildung in unserer Region zu sichern“, berichtet Fischer.
Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses wurden Ferdije Rrecaj (IG Metall Augsburg), Katharina Friedrich (VBM e.V.), Matti Riedlinger (IG Metall Augsburg) und Aaron Böse (IG Metall Augsburg) neu in das Gremium berufen. Bislang leitet Martin Döring als Arbeitgeber-Vertreter das Gremium, ab kommenden Jahr wird der neu gewählte Arbeitnehmer-Vorsitzende Frederik Hintermayr turnusgemäß den Vorsitz übernehmen. „Die Besetzung mit Vertretern von Unternehmen, Arbeitnehmern und Berufsschulen garantiert, dass alle Belange der beruflichen Bildung gleichermaßen berücksichtigt werden“, so Dr. Christian Fischer von der IHK Schwaben.
Für die kommende Amtszeit haben sich die BBA-Mitglieder einiges vorgenommen – die wichtigsten Ziele: zusätzliche Fachkräftepotenziale in Bayerisch-Schwaben erschließen, Talente gezielt fördern und Azubis mit Unterstützungsbedarf enger begleiten. So startet im September das Programm „Next Talent“, das es jungen Menschen ermöglicht, im Rahmen einer dualen Ausbildung in nur dreieinhalb Jahren gleich drei Abschlüsse zu erwerben: neben dem Abschluss der Ausbildung zusätzlich den Bachelor Professional sowie den Ausbilderschein.
Der BBA will darüber hinaus Inklusion und Chancengerechtigkeit stärken und Maßnahmen zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen ausbauen. Dazu hat der Ausschluss beschlossen, dass an die Stelle des bisherigen Schlichtungsausschusses ein umfassendes Unterstützungsnetzwerk tritt. Im Rahmen des Pilotprojekts „AzubiCare“ sollen Auszubildende und Betriebe künftig frühzeitig, systematisch und bedarfsorientiert begleitet werden – insbesondere bei sozialen und psychischen Herausforderungen. Das Kombimodell „1+X“, das ab September für Gastronomieberufe an Berufsschulen in Bayerisch-Schwaben angeboten wird, ermöglicht eine besondere Förderung von Azubis mit Sprachbarrieren. Zudem unterstützt die IHK Schwaben Unternehmen mit einem geförderten Kursangebot. Im Seminar „Fit fürs Lernen“ lernen Auszubildende, wie sie einfacher, strukturierter und motivierter lernen. „Mit diesem Maßnahmenpaket setzt der Berufsbildungsausschuss ein klares Signal für eine zukunftsfähige, stabile und inklusive Ausbildung in der Region“, betont Fischer.