15. Mai 2026

UKA-Neubau stärkt den Standort Augsburg

Die IHK Schwaben unterstützt den geplanten Neubau des Universitätsklinikums Augsburg ausdrücklich. In ihrer Stellungnahme als Trägerin öffentlicher Belange im laufenden Bauleitplanverfahren bewertet sie das Vorhaben als zentrales Zukunftsprojekt für Augsburg und Bayerisch-Schwaben, weil der Neubau Gesundheitsversorgung, Forschung, Beschäftigung und Standortentwicklung langfristig absichert. Zugleich macht die ihk.momutlich: Damit der neue Klinik-, Forschungs- und Wissenschaftsstandort seine volle Wirkung entfalten kann, ist eine verlässliche Verkehrsanbindung wichtig, insbesondere durch die geplante Straßenbahnlinie 5.
„Das Universitätsklinikum Augsburg ist weit mehr als ein Krankenhaus. Es ist ein Schlüsselprojekt für die Gesundheitsversorgung, für Wissenschaft und Forschung sowie für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region“, sagt Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben. „Der geplante Neubau ist eine zentrale Infrastruktur der Daseinsvorsorge und stärkt zugleich die Profilierung Augsburgs als Gesundheits-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort.“

Mehr als ein Krankenhaus

Aus Sicht der IHK hat das Vorhaben eine herausragende Bedeutung. Das UKA ist das einzige Krankenhaus der Maximalversorgung in Bayerisch-Schwaben und übernimmt eine zentrale Versorgungsfunktion für rund zwei Millionen Menschen. Zugleich zählt es zu den größten Arbeitgebern in der Region. Der Neubau ist deshalb nicht nur eine bauliche Modernisierung, sondern eine strukturelle Weichenstellung für Versorgungssicherheit, Beschäftigung, Arbeitskräftesicherung und regionale Wertschöpfung.
Mit dem UniMed-Campus, der Medizinischen Fakultät und den angrenzenden kliniknahen Einrichtungen wächst zugleich ein Gesundheits- und Wissenschaftsstandort, der Versorgung, Forschung und Lehre enger verbindet. Daraus können Impulse für Innovation, Ausgründungen und hochqualifizierte Beschäftigung entstehen.
Positiv bewertet die IHK, dass die vorliegenden Planungen nicht allein den Ersatz des bestehenden Hauptgebäudes betreffen. Sie nehmen das gesamte Areal mit seinen städtebaulichen, funktionalen und verkehrlichen Zusammenhängen in den Blick. Dazu gehören Erschließung, Freiraum- und Grünstrukturen, betriebliche Abläufe, Wohnraumentwicklung sowie die Einbindung in das Umfeld.

Linie 5 als zentrale Voraussetzung

Entscheidend bleibt aus Sicht der IHK die Erreichbarkeit: Ein wachsender Klinik-, Forschungs- und Wissenschaftsstandort kann nur dann funktionieren, wenn Beschäftigte, Studierende, Patientinnen und Patienten, Besucher sowie Liefer- und Rettungsverkehre den Standort zuverlässig erreichen. „Die Weiterentwicklung des UKA erfordert bauliche Veränderungen und eine leistungsfähige ÖPNV-Anbindung“, betont Lucassen.
Die IHK spricht sich deshalb dafür aus, die geplante Straßenbahnlinie 5 zwischen Hauptbahnhof und Universitätsklinikum als festen Bestandteil der Gesamtentwicklung verbindlich weiterzuverfolgen. Gerade für die Anbindung eines solchen Zukunftsstandorts ist eine leistungsfähige Verbindung zum Hauptbahnhof von besonderer Bedeutung. Zudem regt die IHK an, die Straßenerschließung im weiteren Verfahren vertieft zu betrachten. Dazu zählt insbesondere die Prüfung einer zusätzlichen leistungsfähigen Zufahrt aus Richtung B 300 beziehungsweise P+R Augsburg-West. Eine solche Lösung könnte helfen, Verkehrsströme neu zu ordnen und belastete Bereiche im Umfeld des Klinikareals zu entlasten.

IHK sieht große Chance für die Region

Insgesamt sieht die IHK Schwaben in der Weiterentwicklung des Universitätsklinikums Augsburg eine große Chance für Stadt und Region. Der Neubau sichert eine zentrale Infrastruktur der Gesundheitsversorgung und stärke Augsburg zugleich als Standort für Wissenschaft, Forschung, Innovation und qualifizierte Beschäftigung. Die IHK unterstützt das Vorhaben daher ausdrücklich und spricht sich dafür aus, die Planungen mit einem klaren Blick auf die verkehrlichen Rahmenbedingungen weiterzuführen.