Baden-Württemberg: Iran-Konflikt lässt kein Aufatmen zu

Mai 2026 – Den zaghaft optimistischen Aufschwung vom Jahresbeginn kann die Südwest-Wirtschaft nicht mitnehmen. Mit dem Iran-Konflikt droht der nächste langfristige konjunkturelle Schock, der auf ein Problem struktureller Schwäche trifft.
Die Dauer und Folgen sind nur schwer abzuschätzen. Die Sperrung der Straße von Hormus hat große Auswirkungen auf den weltweiten Öl- und Gashandel, da die Straße für etwa ein Fünftel des globalen Öltransports genutzt wird. Gestörte Lieferketten sowie durch Verknappung stark ansteigende Energie- und Rohstoffpreise bergen große Risiken für die Unternehmen Baden-Württembergs. Auf der Nachfrageseite halten viele Privathaushalte ihr Geld beisammen. Stark gestiegene Preise an den Tankstellen etwa lassen verfügbare Haushaltseinkommen schrumpfen. Weitere Preisanstiege infolge dieser Kostensteigerung könnten noch folgen – beispielsweise in der Lebensmittelbranche.
Diese Analyse basiert auf der Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2026 der 12 IHKs in Baden-Württemberg, an der landesweit 3.565 Unternehmen zwischen dem 13. April und 04. Mai 2026 teilgenommen haben.
Die vollständigen Ergebnisse inklusive Grafiken der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage für Baden-Württemberg stehen im Konjunkturportal der Industrie- und Handelskammern des Landes zur Verfügung.

Quelle: BWIHK