ihkmagazin-IHK_06_26

Bildungspreis und politischer Dialog Der bundesweit ausgelobte IHK-Bildungspreis 2026 ist entschieden: 300 IHK-Ehrenamtliche aus ganz Deutschland bestimmten jetzt in Berlin per Live-Voting die Gewinner. Politisches Gespräch mit Lisa Paus MdB (3. v. l.): (v. l.) Dr. Maria Deuling (IHK), Ulrich Hoefner, Andreas Heidekrüger, Doris Schulte, Eva-Maria Paus, Juliane Hünefeld- Linkermann (IHK) und Wolfgang Paus. tiert wurden insbesondere die Prioritäten im Bundeshaushalt sowie die Finanzierung von Investitionen in Bildung, Infrastruktur und wirtschaftliche Transformation. Im Fokus stand die Frage, wie es gelingen kann, trotz begrenzter nanzieller Spielräume nachhaltig in zentrale Zuku nftsfelder zu investieren. Zuvor waren aus über 100 Bewerbungen zwölf Finalisten ausgewählt worden, die ihre Projekte bei der Preisverleihung im „Tipi am Kanzleramt“ in Berlin präsentier- ten. Der Preis würdigt Unternehmen, die mit innovativen Konzepten die beru iche Bil- dung stärken und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. DIHK-Präsident Peter Ad- rian eröffnete die Veranstaltung und dankte den Unternehmen sowie den Ehrenamtli- chen für ihr Engagement. Auch aus unserem IHK-Bezirk haben fünf Jurymitglieder mitgewirkt: Andreas Heide- krüger (Neuenhauser Maschinenbau GmbH), Ulrich Hoefner (langjähriger Prüfer in der Sach- und Fachkunde), Eva-Maria Paus (emsmetall GmbH & Co. KG), Wolfgang Paus (Hermann Paus Maschinenfabrik und Vor- sitzender unseres IHK-Berufsbildungsaus- schusses) sowie Doris Schulte (Knoll Familienstiftung), Vier Preisträger gingen aus dem Live-Voting hervor (s. QR-Code). Am Folgetag nutzte die Delegation die Gelegenheit zu einem poli- tischen Austausch im Deutschen Bundestag. In einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Familienministerin Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen), Vorsitzende des Haushaltsaus- schusses, standen zentrale Zukunftsfragen im Mittelpunkt. Disku- ≥ Mehr Infos zum Bildungspreis: www.ihk-bildungspreis.de ≥ Mehr Infos: www.ihk.mom/osnabrueck (Nr. 455) UNSERE IHK | Aktuell Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Wirtschaftsraum Osna- brück - Emsland - Grafschaft Bentheim ist im 1. Quartal 2026 erneut gestiegen. Insgesamt wurden 75 Unternehmensinsolvenzen gezählt. Das entspricht einem Anstieg um 7,1 % gegenüber dem Vorjahres- quartal und markiert zugleich den höchsten Wert in einem ersten Quartal seit 2014. Niedersachsenweit el der Zuwachs mit +14,7 % deutlich stärker aus. Das zeigte sich in einer IHK-Auswertung auf Basis von Daten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen. „Der anhaltende Anstieg zeigt, dass viele Unternehmen weiter erheblich unter Druck stehen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf. Dabei zeigen sich deutliche Un- terschiede zwischen den Bran- chen. Besonders stark nahm die Zahl der Insolvenzen im Handel zu. Hier stiegen die Verfahren von 11 auf 25 Fälle. Auch im verarbeitenden Gewerbe wurde Hohe Insolvenzzahlen, dringender Reformbedarf ein kräftiger Zuwachs verzeichnet (von 8 auf 13 Fälle). Rückläu g entwickelten sich hingegen die Insolvenzen im Baugewerbe sowie im Bereich Logistik und Verkehr. Das Gastgewerbe blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Von den 75 Unternehmensinsolvenzen ent e- len 56 Verfahren auf eröffnete Insolvenzverfahren und wurden 19 mangels Masse abgewiesen. Damit bleibt die Zahl der abgewiese- nen Verfahren auf einem hohen Niveau – ein Hinweis darauf, dass zahlreiche Unternehmen bereits vor Eintritt in ein reguläres Insol- venzverfahren wirtschaftlich stark geschwächt waren. Weiterhin ent el der größte Teil der Unternehmensinsolvenzen auf Kapitalgesellschaften, insbesondere auf GmbHs (46 Fälle). Zwar blieb deren Zahl gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert, dennoch steht diese Rechtsform häu g für Betriebe mit höherem Kapita lbedarf und relevanter Beschäftigtenwirkung. (kae) | 24 Osnabrück | Emsland | Grafschaft Bentheim | Juni 2026

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