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Standort zum Durchstarten
Wachstum braucht Raum: Trotz Wirtschaftskrise entscheidet sich André Schulze Forsthövel für den Neubau des Firmensitzes, um auch in Zukunft auf die gestiegene Nachfrage reagieren zu können.
Im Hansa-Businesspark in Münster-Amelsbüren entsteht der neue Firmensitz der Brandschutz-Center Münster Brinck GmbH. Für Geschäftsführer André Schulze Forsthövel ein unvermeidbarer Schritt.
Wenn schon, denn schon: Am künftigen Firmensitz der Brandschutz-Center Münster Brinck GmbH im Hansa-Businesspark in Münster-Amelsbüren entstehen nicht nur Büro- und Lagergebäude, Servicewerkstatt und Showroom. Einige der Quadratmeter der Fläche sind für den Hubschrauberlandeplatz reserviert. „Als Unternehmer müssen Sie immer auch ein bisschen verrückt sein“, sagt André Schulze Forsthövel, geschäftsführender Gesellschafter. Noch steht nicht fest, wieviel Flugverkehr über dem Firmengelände stattfinden wird. Dass im Katastrophenschutz Waren per Hubschrauber befördert werden, sei allerdings nicht unüblich, erklärt der Unternehmer, der zugleich Brandinspektor bei der freiwilligen Feuerwehr in Drensteinfurt ist. „Später werden auch Transport-Drohnen starten und landen können, schließlich geht es ja darum, in die Zukunft zu investieren“, erläutert Schulze Forsthövel, der unter anderem Feuerwehren, die Polizei, das Technische Hilfswerk und Industrieunternehmen zu seinen Kunden zählt und ein Portfolio bietet, das vom Feuerlöscher bis zum Spezialfahrzeug reicht. Vorbeugender und abwehrender Brandschutz sind die Geschäftsfelder seines Unternehmens. Insofern wundert es nicht, dass Sicherheit auch im Investitionsprozess eine Rolle spielt. „Wir haben bei jedem Schritt eine Notbremse eingebaut“, erzählt Schulze Forsthövel. So wartet er 2022 nach Kauf des Grundstückes zunächst ab, wie sich der Markt nach der Corona-Krise entwickelt. Es stellt sich heraus: Im Brandschutz-Center Münster Brinck brummt das Geschäft weiter. Daraufhin beauftragt er ein Generalunternehmen mit dem Bau, aber zunächst werden nur die ersten vier Leistungsphasen bis zur Einreichung des Bauantrages absolviert. Weil sich die weltpolitische Lage in 2022 zuspitzt, drückt Schulze Forsthövel beim Projekt erneut auf den Pausenknopf. Doch im Geschäft steigt die Nachfrage weiter, also läutet er die nächsten Leistungsphasen ein. Mit dem Eintritt in die Bauphase im August 2025 gab es dann kein Zurück mehr, die Schlüsselübergabe ist für Oktober 2026 geplant.
Und die bürokratischen Barrieren? „Die gab es nicht bei diesem Vorhaben, das Bauamt Münster hat den Antrag zügig bearbeitet“, berichtet Schulze Forsthövel.
Zinsen runter mit EG 40
Welches Risiko aber wäre er eingegangen, wenn er die Investition gescheut hätte? „Wachstum hätte nicht mehr stattfinden können“, antwortet Schulze Forsthövel, der sich 2016 den Traum von der beruflichen Selbstständigkeit erfüllt und als externer Nachfolger die Firma erworben hat. „Ich bin zu jung, um auf demselben Level immer weiterzumachen, ich bin ja Unternehmer und kein Verwalter“, fügt er noch an. Der neue Standort passt perfekt zu seinen Plänen. Er bietet rund 3.000 Quadratmeter Nutzfläche auf zwei Ebenen und somit deutlich mehr Platz für Werkstatt, Büro, Schulungscenter und Lager. Abwärts soll es in diesem Unternehmen nur im geplanten Showroom gehen: Hier wird unter anderem eine Feuerwehrrutschstange installiert. Mit großem Shop und Schulungsräumen will Schulze Forsthövel sein Unternehmen zu einem Magnet machen für die Brand- und Katastrophenschutzbranche der weiten Region. Genau deshalb, um den Einzugsbereich zu erweitern, hat er den neuen Standort gewählt. „Die Verkehrsanbindung ist ideal“, verweist er auf die nahegelegenen Autobahnen A 1 und A 43. Nichts anbrennen lässt er im Hinblick auf die Arbeitsplatzqualität. So sind beispielsweise Großzügige Chill-out-Zonen eingeplant. „Ohne sein Team ist ein Unternehmer nichts“, sagt der Geschäftsführer, der gerade auf der Suche nach weiteren vier Fachkräfte ist, jetzt fast 40 beschäftigt und in den kommenden fünf Jahren am neuen Standort mindestens weitere 20 Arbeitsplätze schaffen will.
Einen „sehr hohen einstelligen Millionenbetrag“ hat er in den Kauf des Grundstücks und in den Neubau investiert – natürlich nicht ohne Risikominimierung. Zum einen setzt er Eigenmittel ein. Zum anderen erfüllen die Gebäude mit ihrer energieeffizienten smarten Technik und Photovoltaik den Effizienzhausstandard 40 (EG40). Somit hat sich das Projekt für das KfW-Förderprogramm „Klimafreundlicher Neubau“ (KfN) und für ein Darlehen qualifiziert, dessen Zinssatz auf „kleiner Flamme“ bleibt.
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Redaktion Wirtschaftsspiegel
